Wer seine E-Mail-Adresse aufgibt, kann sich nicht darauf verlassen, dass der Anbieter die Adresse nicht früher oder später erneut vergibt. Dann erhält die neue Nutzerin oder der neue Nutzer unter Umständen Nachrichten, die nicht für sie oder ihn bestimmt sind.
Besonders bei sensiblen Mails mit persönlichen Informationen oder Nachrichten, die den Zugang zu Kundenkonten ermöglichen, ist das problematisch, warnt die Stiftung Warentest.
Im schlimmsten Fall können so Unbefugte auf eigene Konten zugreifen, genügend Hinweise enthalten, um einen ausfindig zu machen oder so viele persönliche Informationen zusammenzupuzzeln, dass sie für einen Identitätsdiebstahl missbraucht werden könnten - ein Datenschutzalptraum.
Die Warentester raten deshalb dazu, alte Adressen einfach zu behalten, wann immer dies möglich ist.
Sollte es sich bei der Mail-Adresse, die aufgegeben werden soll, um ein kostenpflichtiges Angebot handeln, kann man beim Anbieter nachfragen, ob es sich nicht in ein kostenloses Postfach umwandeln lässt.
Tipp, um es mit einer oder mehreren alten Adressen möglichst bequem zu haben und dort nicht ständig „hineinschauen“ zu müssen: E-Mail-Postfächer können in den Einstellungen meist so eingerichtet werden, dass eingehende Nachrichten automatisch weitergeleitet werden. Und das sollte man aus Komfortgründen auch mit den alten Postfächern tun: Die dort eingehenden Mails automatisch ans neue, aktuelle Postfach weiterleiten lassen.
© dpa-infocom, dpa:260806-930-490222/1