Die Bogenschützin Franziska Göppel aus Wassertrüdingen hat bei der Hallenmeisterschaft in Berlin ihren zweiten Deutschen Meistertitel gewonnen. Nach schwierigen Jahren strebt die Compoundschützin nun wieder zurück ins internationale Geschäft.
Eine langwierige Knieverletzung bremste die 22-Jährige für einige Zeit aus. Mittlerweile sind nicht nur die ewigen Schmerzen im operierten Gelenk Geschichte, die Elektronikerin hat auch den Trainingsrückstand aufgeholt. Mit dem zweiten Deutschen Meistertitel nach 2023 meldete sie sich nun auf nationaler Ebene eindrucksvoll zurück.
Und blickt jetzt nach Europa. „Mein großes Ziel ist die Europameisterschaft”, sagt Göppel. Die Qualifikation für das Event im Mai in Antalya beginnt demnächst. Der Titel gibt dafür Auftrieb, allerdings liegt das Feld in der nationalen Spitze eng beieinander. Internationale Erfahrung hat Göppel unter anderem bei der EM 2022, der WM 2023 und im Weltcup gesammelt.
Im Horst-Korber-Sportzentrum, wo unter 570 Schützinnen und Schützen 27 Einzeltitel vergeben wurden, lief es in der Qualifikation für Göppel noch recht bescheiden. 572 Ringe nach zweimal 30 Pfeilen auf 18 Metern Entfernung bedeuteten Rang vier im stark besetzten Frauenfeld. Mit 591 Ringen setzte sich Katharina Raab (Oberallgäuer Gauschützen) mit großem Abstand an die Spitze.
In der K.-o.-Runde lief es rund. „Da konnte ich dann zeigen, was ich wirklich drauf habe und meine Leistung abrufen”, so Göppel. Nacheinander besiegte sie Ronja Tabea Ulka (VfL Tremsbüttel, 144:140), Kristin Schönbach (Offenbacher Flobertschützen, 146:141) und zog mit einem 146:144 gegen Katharina Landrock (Treff Schimborn) ins Goldfinale ein. Hier brachte ein 139:132 über Katharina Kutscher (Jahn Freising) den Titel.
In der Disziplin Recurve Jugend weiblich hatte sich Amelie Grießmeier vom SV Neuendettelsau für die DM qualifiziert. Mit 499 Ringen belegte das Talent aus dem Schützengau Ansbach Platz 25.