Mit Verwunderung hat Schopflochs Bürgermeister Oswald Czech auf Aussagen des Dinkelsbühler Oberbürgermeisters Dr. Christoph Hammer in der Stadtratssitzung reagiert, beide Kommunen planten ein gemeinsames Bürgerbus-Projekt.
Czech meldete sich am Mittwoch bei der Fränkischen Landeszeitung, um darauf hinzuweisen, dass es seitens des Dinkelsbühler OBs weder mit ihm noch mit der Verwaltung Gespräche in diese Richtung gegeben habe. Und er machte deutlich: „Solange der Zug nicht fährt, gibt es in der Gemeinde Schopfloch für einen Bürgerbus auch keinen Bedarf.”
Der Schopflocher Rathauschef verwies gegenüber der FLZ auf vier ÖPNV-Haltestellen in der Gemeinde und insgesamt 24 Buslinien, die den Ort anfahren. Dies ändere sich erst, wenn die Bahnlinie von Dombühl nach Wilburgstetten reaktiviert sei.
Derzeit laufen in Schopfloch die Haushaltsvorbereitungen. Die Kommune plane Investitionen in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro. Der Etat sei „auf Kante genäht”, machte er klar. Ein Bürgerbus sei derzeit kein Thema.
Hammer hatte im Dinkelsbühler Stadtrat davon gesprochen, dass eine Kooperation in Sachen Bürgerbus mit der Gemeinde Schopfloch im Raum stehe. In diesem Zusammenhang wäre eine Wiederinbetriebnahme der derzeit nicht aktiven Rollstuhltransporthilfe für den Dinkelsbühler Bürgerbus dann eine Möglichkeit, behauptete der OB.