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Veröffentlicht am 14.05.2026 00:06

Chats zwischen iPhone und Android jetzt auch verschlüsselt

Sichere Sache: Sowohl in der Nachrichten-App von Apple (Bild) als auch in Googles Messages-App symbolisiert ein kleines Schloss oben über der Konversation, das mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gechattet wird. (Foto: Apple Inc./dpa-tmn)
Sichere Sache: Sowohl in der Nachrichten-App von Apple (Bild) als auch in Googles Messages-App symbolisiert ein kleines Schloss oben über der Konversation, das mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gechattet wird. (Foto: Apple Inc./dpa-tmn)
Sichere Sache: Sowohl in der Nachrichten-App von Apple (Bild) als auch in Googles Messages-App symbolisiert ein kleines Schloss oben über der Konversation, das mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gechattet wird. (Foto: Apple Inc./dpa-tmn)

Verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhones und Android-Smartphones verschicken? Das ist ab sofort möglich: über den SMS-Nachfolgestandard Rich Communication Services (RCS), wenn man sich über die iMessages-App auf einem iPhone und Googles Messages-App auf einem Android-Telefon schreibt.

Von iPhone zu iPhone und von Androide zu Androide waren verschlüsselte RCS-Nachrichten über iMessage beziehungsweise Messages schon vorher möglich. Die plattformübergreifende verschlüsselte Kommunikation hat Apple jetzt mit dem Betriebssystem-Update auf iOS 26.5 geebnet.

iOS-Update ebnet Weg

Wer es noch nicht installiert hat, kann das Update auf dem iPhone unter „Einstellungen/Allgemein/Softwareupdate“ anstoßen - und sollte dies auch dringend tun, weil die Aktualisierung auch viele Sicherheitslücken schließt.

Android-Nutzende sollten sich vergewissern, dass ihre Messages-App auf dem neuesten Stand ist und gegebenenfalls noch einmal im Play Store den Update-Status prüfen.

Check: Ist RCS aktiviert? In welchem Netz bin ich unterwegs?

Anschließend am besten noch einmal nachschauen, ob RCS aktiviert ist. Das geht auf dem iPhone unter „Apps/Nachrichten/RCS-Nachrichten“ und auf Android-Telefonen in der Messages-App, indem man oben rechts auf das Profil-Symbol tippt und dann zu „Messages-Einstellungen/RCS-Chats“ navigiert. 

Bleiben noch die Netzbetreiber: Normales RCS wird bereits in allen vier Netzen hierzulande unterstützt. Verschlüsseltes RCS gibt es bei 1&1, der Telekom und O2, aber bislang nicht bei Vodafone, wie aus Apples Support-Liste für Mobilfunkanbieter-Dienste hervorgeht. Vodafone bestätigt dies auf Anfrage: Netzseitig sei technisch aber alles vorbereitet und man stehe „mit Apple zur Freischaltung im Austausch“. Ein genaues Zeitfenster gebe es derzeit nicht.

Auf Schloss-Symbol über der Konversation achten

Ob nun tatsächlich mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschrieben wird, erkennen Nutzende sowohl in iMessages als auch in Messages am Schloss-Symbol oben im Kopf der Konversation. Die Verschlüsselung sei standardmäßig aktiviert und werde „im Laufe der Zeit für neue und bestehende RCS-Konversationen automatisch aktiviert“, erklären Apple und Google unisono.

Achtung: Die plattformübergreifende Verschlüsselungsfunktion läuft seitens Apple noch im Beta-Status, ist also noch nicht komplett fertig entwickelt. Das bedeutet: Nicht wundern, wenn bei der Nutzung irgendetwas hakt oder etwas nicht wie erwartet funktioniert.

In RCS-Nachrichten können hochauflösende Fotos stecken

RCS-Nachrichten können übrigens im Gegensatz zu SMS nicht nur Text enthalten, sondern etwa auch hochauflösende Fotos, Videos oder Links transportieren. RCS unterstützen zudem Zustellungs- und Lesebestätigungen sowie Tippanzeigen - alles Features, die man von Messengern kennt.

Eine RCS-Nachricht kostet grundsätzlich so viel wie eine SMS - unterm Strich also meist gar nichts extra, weil ja inzwischen eine SMS-Flatrate zu den meisten Mobilfunktarifen dazugehört. Eingebundene Fotos und Videos schmälern aber das monatliche Datenvolumen des Tarifs - es sei denn, man ist gerade mit einem WLAN-Netz verbunden.

© dpa-infocom, dpa:260513-930-77776/1


Von dpa
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