Wer mit dem Regionalzug oder mit der S-Bahn fährt, kann sein Ticket künftig auch über Google Maps kaufen. Die Deutsche Bahn und der US-Tech-Riese gaben eine Partnerschaft bekannt, der zufolge ein Kauf-Button in der Kartenanwendung implementiert ist, über den entsprechende Fahrkarten gelöst werden können.
Für Fernzüge gibt es diesen Button bereits seit längerem, nun gibt es diese Zusatzfunktion auch für den Regionalverkehr. Wer darauf klickt, wird im Internet zur Bahn weitergeleitet und kann dort kaufen.
Dies gilt grundsätzlich bundesweit. Allerdings kann es laut Bahn sein, dass einzelne Verkehrsverbünde eigene Regelungen mit Google haben und der Kauf-Button daher doch nicht sichtbar ist.
Geld fließt im Rahmen der Partnerschaft zwar nicht, die Bahn bezahlt den vereinfachten Weg zum Ticketkauf aber mit einem Datenschatz: Das Bahnunternehmen liefert Echtzeitdaten seiner Regionalzüge (RE) und S-Bahnen an Google.
Dadurch kann Google Maps seinen Nutzern besser prognostizieren, wann die erwartete Bahn auch tatsächlich am Bahnsteig ist. So eine Prognose-Funktion hat die Bahn bereits in ihrer eigenen DB-Navigator-App.
Google-Manager Tim Rang zeigte sich erfreut über die Partnerschaft mit DB Regio. „Der direkte Zugang zu präzisen Echtzeitdaten auf Google Maps macht die Nutzung von Bus und Bahn erheblich komfortabler und stärkt damit den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in Deutschland.“ Dies sei ein wichtiger gemeinsamer Schritt hin zur klimafreundlichen Mobilität.
DB-Regio-Chef Harmen van Zijderveld betonte, dass man bei der Nutzung von Google Maps nun keine digitalen Umwege gehen müsse, um ein Ticket zu kaufen. „Wie in der realen Welt gilt auch im digitalen Raum: je einfacher, desto besser.“
Die Bahn hofft auf zusätzliche Fahrgäste, wenn Verbraucher sich vor Fahrtantritt auf Google Maps über die verschiedenen Mobilitätsmöglichkeiten informieren und dann für eine S-Bahn oder einen RE entscheiden.
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