Schüler und Schülerinnen des Gymnasiums und der Realschule haben die sechs Klassenräume im neuen Ostbau 2 der Uffenheimer Christian-von-Bomhard-Schule bereits bezogen. Jetzt folgte die offizielle Einweihung.
Gesamtschulleiter Philipp Specht sprach von einem „Schmuckstück”, das entstanden sei. Doch habe noch etwas gefehlt: der kirchliche Segen. Den gab es nun von Regionalbischöfin Gisela Bornowski und Dekan Max von Egidy.
Dieses Gebäude sei gleichzeitig „die logische Folge unseres Erfolgs in der Vergangenheit und unseres Optimismus' für die Zukunft“, sagte Dr. Fred Zeller, Vorstandsvorsitzender der Christian-von-Bomhard-Stiftung. Denn in den vergangenen Jahren seien die Schülerzahlen in der Realschule, im Gymnasium und in der Fachoberschule von rund 800 auf knapp 1000 gestiegen. Die Entwicklung sei erfreulich, habe aber der Schule das Problem knapp werdender Klassenzimmer beschert. Vor allem an größeren Räumen für 28 und mehr Schülerinnen und Schülern habe es gefehlt.
Deshalb gebe es nun sechs neue großzügige und modern ausgestattete Klassenräume, um auch in Zukunft ein ideales Lernumfeld anbieten zu können. Zeller gab sich zuversichtlich, die Schülerzahl halten zu können, trotz des Wettbewerbs mit staatlichen und kommunalen Schulen, die kein Schulgeld verlangen müssten und zu 100 Prozent vom Träger finanziert werden.
„Unser Anspruch ist es, trotz dieses finanziellen Handicaps ein hochwertiges Bildungsangebot vorzulegen“, betonte Zeller. Es sei „unsere feste Überzeugung”, dass es heute wichtiger denn je sei, den Schülerinnen und Schülern nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch Werte auf ihren Lebensweg mitzugeben.
Auf die heutige Zeit des raschen Wandels und dramatischer Umbrüche könne man junge Menschen nur dadurch vorbereiten, dass man ihnen langfristige Orientierung durch exzellente Bildung gebe, ist Zeller überzeugt. Deswegen sei die Investition von rund 4,7 Millionen Euro in das neue Schulgebäude eine hervorragende Anlage.
Ohne Zuschussgeber hätte man das Projekt aber nicht umsetzen können. Zellers Dank galt der Regierung von Mittelfranken, die den Bau mit rund 1,75 Millionen Euro unterstützt habe. 700.000 Euro seien vom Landkreis gekommen, 130.000 Euro von der Evangelischen Schulstiftung. Eine Hilfe sei auch ein zinsgünstiges Darlehen der Evangelischen Landeskirche zur Vorfinanzierung der staatlichen Zuschüsse.
Damit dieses Kapital in ein hochwertiges Schulgebäude verwandelt werden konnte, habe es fähige und tüchtige Menschen gebraucht. Zeller nannte das Architekturbüro und die beteiligten Firmen sowie den Geschäftsführer der Bomhard-Stiftung, Christoph Kilian, und den technischen Betriebsleiter der Schule, Friedrich Bauer. Letztgenannter habe für dieses Projekt eigens seinen Ruhestand aufgeschoben.
Zeller zeigte sich sicher, dass die Schüler und Schülerinnen auch am Zustand des Schulhauses und der Ausstattung erkennen, „welchen Wert wir ihrer Schulbildung zumessen“. Der neue Bau solle nicht nur mit Möbeln, sondern vor allem mit Leben gefüllt werden – mit Neugier, mit Lachen und Freude am Lernen.
Geschäftsführer Kilian freute sich, dass nicht nur der Zeitplan eingehalten worden sei, sondern man auch unterhalb des Kostenrahmens liege. Viele beteiligte Firmen hätten zudem ihren Sitz in der Region. Landrat Dr. Christian von Dobschütz sprach in seinem Grußwort von Bildung, die sich fundamental ändern werde. Künftig werde die Urteilskraft wichtig. Es brauche auch mehr Raum für soziales Miteinander.
Architektin Pia Regner erläuterte die Schritte zur Gestaltung des energieeffizienten und barrierefreien Neubaus, in dem auch zwei Marktplätze entstanden sind, wo man sich außerhalb der Klassenräume vorbereiten oder miteinander lernen könne.
Die Bomhardschule sei mit ihren vielseitigen Bildungs- und Betreuungsangeboten eine wichtige Säule der mittelfränkischen Schullandschaft, betonte Marc Stellwag von der Regierung von Mittelfranken. Ute Wania-Olbrich von der Evangelischen Schulstiftung sagte, dass evangelische Schulen ganz essenzielle Räume benötigen. Kritisch äußerte sie sich zu den verzögerten Zuschusszahlungen.