Die 14-jährige Jule-Marie Wolf ist das Neustädter Christkind | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.11.2024 18:55

Die 14-jährige Jule-Marie Wolf ist das Neustädter Christkind

Elisabeth Seeg-Probst (links) zeigt Christkind Jule-Marie Wolf und Mutter Nina Wolf das goldene Buch und den Süßigkeitenkorb. (Foto: Ute Niephaus)
Elisabeth Seeg-Probst (links) zeigt Christkind Jule-Marie Wolf und Mutter Nina Wolf das goldene Buch und den Süßigkeitenkorb. (Foto: Ute Niephaus)
Elisabeth Seeg-Probst (links) zeigt Christkind Jule-Marie Wolf und Mutter Nina Wolf das goldene Buch und den Süßigkeitenkorb. (Foto: Ute Niephaus)

Die Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv hat ein neues Christkind. Jule-Marie Wolf übernimmt das himmlische Amt, das zuvor Lilly Bertlein inne hatte. Die 14-Jährige freut sich schon auf ihre Einsätze. Los geht es am Freitag, 29. November. Dann wird die Neuntklässlerin auf dem Marktplatz die Weihnachtsbeleuchtung einschalten.

Um 17 Uhr wird Jule-Marie Wolf symbolisch per Knopfdruck die Innenstadt in festliches Licht hüllen. Kindergartenkinder werden Weihnachtslieder singen – und so die Adventszeit musikalisch eröffnen. Vielleicht spielt ja sogar das Wetter mit und es schneit. Das wäre schön, erklären Elisabeth Seeg-Probst, eine der stellvertretenden Vorsitzenden bei NEA-Aktiv, und die Mutter des Christkindes, Nina Wolf. Die beiden Frauen kennen sich schon lange und sind gut befreundet. Im vergangenen Jahr fragte Seeg-Probst bei Jule-Marie Wolf an, ob sie nicht Lust hätte, als Christkind zu fungieren.

„Etwas ganz Besonderes und eine Ehre“

Die Neustädterin, welche die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule besucht, musste nicht lange überlegen. „Es ist etwas ganz Besonderes und eine Ehre“, sagt sie. Denn: Auf diese Weise könne man vielen Menschen Freude bereiten. Auch Mutter Nina Wolf ist total begeistert, dass ihre Tochter als „himmlische Botin“ unterwegs ist und auf diese Weise anderen Menschen ein besonderes Geschenk machen kann.

Das Unterkleid, das goldene Gewand mit den Plissee-Ärmeln, den Umhang und die gelockte Perücke, die sie bei ihren Einsätzen tragen wird, hat die 14-Jährige schon anprobiert. Alles passt wie angegossen. Ein Fotoshooting gab es ebenfalls schon. Eines der zahlreichen hübschen Bilder, die dabei entstanden, wird eine Karte zieren, auf der das Christkind zu sehen ist.

Derzeit ist Jule-Marie Wolf dabei, einen kleinen Prolog zu schreiben, den sie beim Einschalten der Weihnachtsbeleuchtung halten wird. Auch bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Freitag, 6. Dezember, gegen 16 Uhr wird sie ein paar Worte sagen. Ein bisschen aufgeregt ist sie schon, aber die Freude über die neue Aufgabe überwiegt.

Mehrere Tage auf dem Markt unterwegs

Nicht nur am Freitag, sondern auch am Samstag und Sonntag wird sie ihre Runden über den Weihnachtsmarkt drehen – immer dabei: ihr mit Süßigkeiten gefülltes und mit einer Lichterkette beleuchtetes Körbchen. Die Präsente und die Aussicht, ein Foto mit dem Christkind machen zu dürfen, werden die Mädchen und Jungen sowie deren Eltern sicherlich wieder in Scharen anlocken. Anzutreffen in der Stadt ist Jule-Marie Wolf auch vormittags an den Adventssamstagen. Das Team unter Federführung von Elisabeth Seeg-Probst wird dafür sorgen, dass ihr Körbchen stets gefüllt ist.

Besuch im Dialysezentrum geplant

Zu Gast sein wird das Christkind der Werbegemeinschaft, das in seiner Freizeit bei der DLRG schwimmt und Jugendstunden bei der Freien Christengemeinde in Neustadt besucht, auch beim Seniorennachmittag Mitte Dezember in der NeuStadt-Halle. Der Besuch einer Senioreneinrichtung ist ebenfalls angedacht. „Wir haben erstmals eine Anfrage vom Dialysezentrum in Neustadt bekommen“, sagt Seeg-Probst. Dort möchte die Realschülerin ebenfalls vorbeischauen und den Frauen und Männern die Zeit während der Dialyse etwas verkürzen.

Ihre Freunde finden es cool, dass sie in „himmlischer Mission“ unterwegs ist, erzählt die Realschülerin. In ihrer Funktion wird sie auch der französische Austauschschüler erleben, der eine Woche lang bei den Wolfs wohnen wird.

Anders als in den meisten anderen Haushalten wird der Christbaum dort bereits am ersten oder zweiten Adventswochenende aufgestellt und von den Familienmitgliedern zusammen geschmückt. Der Gastschüler aus dem Ausland hat dann ebenfalls Gelegenheit, den Baum mit grünen, weißen und goldenen Kugeln zu zieren.

Briefkasten für die Wünsche ans Christkind

An Heiligabend geht es dann nachmittags in den Familiengottesdienst in der Freien Christengemeinde. Am zweiten Feiertag fährt die Familie ins Allgäu und besucht dort die Großeltern und weitere Verwandten.

Doch bis dahin hat das Neustädter Christkind noch jede Menge nach der Schule zu tun. Als tatkräftige Unterstützung kann sie auf ihre Mutter als Chauffeurin und auf Elisabeth Seeg-Probst zählen. Letztgenannte wird, wie schon in den Vorjahren, fleißig helfen, die Weihnachtspost der Kinder zu beantworten. Die Wünsche ans Christkind können in den weißen geschmückten Briefkasten geworfen werden, der bald wieder unter den Rathausarkaden zu finden sein wird.

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