Der CSU-Ortsverband Bad Windsheim hat einen neuen Vorsitzenden. Im Rahmen der Ortshauptversammlung der Christsozialen, die am Donnerstagabend im Gasthaus „Zur Krone“ des Fränkischen Freilandmuseums abgehalten wurde, wählten die 31 stimmberechtigten Mitglieder Dr. Michael Scheffold ohne Gegenstimme zum Nachfolger von Georg Gerhäuser.
Der neue Mann an der Spitze des mit 130 Mitgliedern größten CSU-Ortsverbandes im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim lebt seit gut 20 Jahren in der Stadt. Eine seiner ersten Stationen hier war das Fränkische Freilandmuseum. Dort widmete sich Scheffold in seiner Zeit als Volontär Themen der Bauhistorik und verfasste im Verlauf einer zwölfjährigen Forschungszeit ein 574 starkes Grundlagenwerk zum Thema „Schlüssel, Schloss und Schlossbeiwerk.“ Aktuell ist Scheffold Vertriebsleiter der in Ergersheim ansässigen Mekra Lang GmbH.
Als Vorsitzender möchte sich Scheffold verstärkt Teambuilding-Maßnahmen zuwenden. So hat er sich, nebst offenen, geselligen Gesprächsrunden, zum Ziel gesetzt, parteiinterne Gruppierungen, wie die Frauen- und die Seniorenunion sowie den Parteinachwuchs noch enger aneinanderzubinden.
Vor den Neuwahlen blickte Georg Gerhäuser, der 2011 Dieter Hummel abgelöst hatte, auf seine 13 Jahre an der Spitze des Ortsverbandes zurück. Nebst anderem wurden vom scheidenden Vorsitzenden der politische Aschermittwoch, Klausuren im Wildbad oder der Kirchweihdämmerschoppen aus der Taufe gehoben. Highlight der Ära Gerhäuser: Die Wahl von Bernhard Kisch zum ersten CSU-Bürgermeister der Kurstadt im Jahr 2014.
Dank der Unterstützung der ehemaligen Land- und Bundestagsabgeordneten Hans Herold und Christian Schmidt hätten aber auch die Weichen für den Kauf des ehemaligen Bahnhofs oder die erfolgreiche Bewerbung für die Landesgartenschau initiiert werden können, erinnerte Gerhäuser.
Erfreulich, jedoch nur auf den ersten Blick, sieht die finanzielle Bilanz des Ortsverbandes aus. „Man schreibt schwarze Zahlen“, berichtete Kassenprüfer Horst Alraun, der den Anwesenden die Zahlen präsentierte.
Bedenkt man jedoch, dass etwa ein Viertel der Einnahmen aus Spenden des Stadtrates resultierten und rund zwei Drittel der Gelder abgeführt werden müssten, bleibe vom erwirtschafteten Überschuss in der Kasse des Ortsverbandes wenig übrig.
Ohne Diskussionen, da gut vorbereitet, gingen zum Abschluss die Wahlen der Delegierten für die Vertreterversammlung zur Bundestagswahl über die Bühne. Als Delegierte vertreten den Ortsverband Horst Allraun, Katharina Döbler-Saule, Georg Gerhäuser, Christian Hahn, Matthias Helm, Dieter Hummel, Wilhelm Kirchberger, Bernhard Kisch, Rudolf Leykauf, Thomas Müller, Hubertus Saule, Dr. Michael Scheffold und Rainer Volkert. Als Ersatzdelegierte fungieren Susanne Beigel, Werner Dähne, Christian Emmer, Wolfgang Fleischer, Johannes Gerhäuser, Frank Gurrath, Manfred Merz, Margit Müller, Katharina Pollok, Wolfgang Popp, Isabell Reimer, Wilhelm Rienecker und Hans-Jürgen Witzig.