Die Uhren am Herrieder Tor gehen wieder richtig. Die Sanierung des Ansbacher Wahrzeichens ist so weit vorangeschritten, dass die Uhren nun an die normale Stromversorgung angeschlossen werden konnten.
So lange nur Baustrom zur Verfügung stand, konnten die Uhren nicht in Betrieb genommen werden. Das hatte Oberbürgermeister Thomas Deffner beim Neujahrsempfang der Stadt erläutert. Die sensiblen Uhrwerke hätten durch Stromschwankungen beschädigt werden können.
Nicht nur die Uhren, auch das Glockenspiel an dem markanten Bau ist wieder in Betrieb, informierte die Stadt nun. Damit geht die Sanierung des Herrieder Tors in den Endspurt. Der untere Teil und der Durchgang müssen noch verputzt und gestrichen werden. Außerdem gibt es noch Restarbeiten im Inneren zu erledigen.
Die Wiedereinweihung ist für Montag, 30. Juni, im Rahmen der Rokoko-Festspiele vorgesehen. Seit Herbst 2022 lief die Sanierung, die nach Stand der Dinge knapp 1,9 Millionen Euro kostet. Die Statik des Turms war angegriffen, weil über Jahre Wasser ins Bauwerk eingedrungen ist und Setzungen im Untergrund verursacht hat. Eine Schadstoffuntersuchung hatte zudem ergeben, dass sich in dem Bau der Hausschwamm ausgebreitet hatte.
Der 47 Meter hohe, achteckige Turm wurde 1750/1751 von Johann David Steingruber im Auftrag von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich gebaut. Der Repräsentativbau ist somit inzwischen stolze 275 Jahre alt. Der Unterbau stammt Historikern zufolge sogar aus dem 15. Jahrhundert.