Mit einem so großen Ansturm hatten selbst die Veranstaltenden nicht gerechnet: Über 300 Menschen drängten sich in Dinkelsbühl am Mittwoch Abend auf der Baustelle des Visioplex-Projekts an der Ellwanger Straße, um sich einen ersten Eindruck vom Innenleben des massigen Bauwerks zu verschaffen. Natürlich ging es auch um das geplante Kino.
Für die Neugierigen aller Altersgruppen gab es bei der von der Jungen Union organisierten Baustellenparty Freigetränke. Auf die geplanten Führungen wurde wegen des großen Andrangs aber aus Sicherheitsgründen verzichtet.
Lange blieb unklar, wer das Filmtheater betreiben würde. Jetzt informierte Georg Habelt jun., dass eine eigenständige Kinogesellschaft gegründet werden solle, in der der künftige Betreiber der Bowlingbahn sowie die Investorenfamilien Habelt und Meiser Gesellschafter seien. Zehn Kinosäle unterschiedlicher Größe sind in dem Gebäudekomplex untergebracht.
Damit das Kinoprojekt beständig erfolgreich und überlebensfähig sein könne, brauche es ein Konzept mit überregionaler Reichweite, fuhr der Initiator des Vorhabens fort. „Das Hauptziel und Versprechen war, ein Kino nach Dinkelsbühl zu bringen“, betonte Habelt, der sich nach eigenen Worten mit dem Vorhaben in einer „unternehmerischen Phantomzone“ bewegt, die sich nicht kalkulieren lasse.
Immenser Kraftakt in dieser unsicheren Zeit.
Mittlerweile sei die ursprüngliche Planung mehrfach überarbeitet worden. Umgesetzt werde derzeit der „Plan 3.0“. Beinhaltet seien darin unter anderem eine größere wirtschaftliche Vermarktungsfläche, hochwertige Gastronomie und eine Bowling-Bahn. Auf einer zweiten Ebene soll ein Veranstaltungssaal für 600 Menschen entstehen und auch Synergien mit dem benachbarten Design Hotel Meiser sind geplant.
Zur technischen Ausstattung des Kinos berichtete Habelt, dass diese auf dem allerneuesten Stand sei. Das Dinkelsbühler Kino werde so modern, dass sich mittlerweile auch Kinobetreiber weltweit für das Konzept interessierten.
„Für die Investoren ist Visioplex ein immenser Kraftakt in dieser unsicheren Zeit“, stellte Georg Habelt jun. abschließend fest. Der gute Besuch an dem Abend, den die Junge Union Dinkelsbühl organisiert hatte, unterstreiche aber das große Interesse, das es in Dinkelsbühl an diesem Projekt gebe.
Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer würdigte die „bemerkenswerte unternehmerische Leistung“, so ein Projekt umzusetzen. JU-Ortsvorsitzender Valentin Huber sprach in seiner Begrüßung von einem „beispiellosen Entwicklungsschritt für die Stadt“. Mit der Eröffnung wird von den Investoren im kommenden Mai gerechnet.