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Veröffentlicht am 31.10.2024 19:38

Drei Grundschulen im Raum Ansbach sind offiziell Sportschulen

Bewegung und Gesundheitsbildung werden hier schon immer großgeschrieben, seit Schuljahresbeginn dürfen sich die Grundschule Dietenhofen, die Grundschule Herrieden und die Ansbacher Friedrich-Güll-Schule auch offiziell Sportgrundschulen nennen.

Für diese und 97 weitere neue Sportgrundschulen in Bayern bedeutet das jeweils eine Sportstunde zusätzlich für die ersten Klassen und 1000 Euro zur Anschaffung von Material und Geräten. Damit möchte die bayerische Staatsregierung dem zunehmenden Bewegungsmangel etwas entgegensetzen.

Um den Zuschlag zu bekommen, mussten die Schulen zunächst nachweisen, dass ihr Sportangebot bereits über die Mindestanforderungen des Lehrplans hinaus geht, die Zusammenarbeit mit externen Partnern gesucht und Förderprogramme genutzt werden. Auch Aufklärung über gesunde Ernährung sollte fest im Schulalltag verankert sein.

Schwimmunterricht ist möglich

Kein Problem war dies beispielsweise für die Grundschule Dietenhofen, die bis auf den Wintersport alle Kästchen auf dem Bewerbungsformular abhaken konnte. Einiges davon ist mehr oder minder Standard, anderes sticht heraus. „Uns ist es sogar möglich, allen Klassen jedes Jahr elf bis zwölf Wochen Schwimmunterricht anzubieten. Das ist schon außergewöhnlich“, informiert Schulleiterin Ulrike Zauner-Bubeck. Realisiert werde dies unter anderem durch die Unterstützung der AOK Bayern im Rahmen der Aktion „Sichere Schwimmer“. Auch die Nähe zum Hallenbad spiele eine Rolle, so Zauner-Bubeck. „Wir sind sehr froh, es zu haben und nutzen zu können – ein großer Luxus.“

Außerdem wird körperliche Aktivität flexibel in den Tagesablauf eingebaut – unter anderem in Form von Bewegungspausen während des Unterrichts. „Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder dadurch besser lernen“, sagt die Sportbeauftragte Manuela Pache, die ihren Schülerinnen und Schülern vor allem eines mit auf den Weg geben will: „Sport macht einfach richtig Spaß.“

Eine Reihe an Erfolgen erreicht

Die Grundschule Herrieden hat bereits eine Reihe an Erfolgen bei überregionalen und regionalen Sportwettkämpfen vorzuweisen. So erhält die Schule noch in diesem Monat den ersten Preis bei der „Aktion Seepferdchen“ der Metropolregion in der Kategorie Schulen bis 300 Schülerinnen und Schüler. Denn aus ihren Reihen erwarben die meisten Kinder dieses Abzeichen.

Ein besonderer Schwerpunkt sind Angebote im Zweiradfahren. „Wir sind Mountain-Bike-Stützpunkt-Schule und durften in diesem Sommer gemeinsam mit der Realschule Herrieden die Bayerische Schulmeisterschaft im Mountainbike ausrichten“, berichtet Schulleiter Werner Winter.

Finanziert von gesetzlichen Krankenkassen kommt außerdem ein Gesundheitstherapeut in den Unterricht und erklärt den Kindern, wie ihr Rücken stark und fit bleibt. Bei der Aktion Gesundheitspass bekommen sie auch Punkte für die Reduzierung des Medienkonsums. „Möglich ist dies alles nur, weil sich verschiedene Mitglieder des Lehrerkollegiums über das übliche Maß hinaus engagieren“, hebt Winter hervor.

Zusätzliche Angebote für die Freizeit

Die Friedrich-Güll-Schule in Ansbach bietet, anders als die Grundschulen in Dietenhofen und Herrieden, ein gebundenes Ganztagskonzept an. Dies bedeutet die verpflichtende Teilnahme am Unterricht bis 15.30 Uhr. Bis 17 Uhr gibt es zusätzliche Freizeitangebote. „Da die Kinder dadurch doch einen recht langen Zeitraum in der Schule verbringen, ist es uns besonders wichtig, den Tag durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Unterricht und Bewegung zu gestalten“, erläutert Schulleiterin Karin Promm. „Beispielsweise sind wir so oft wie möglich im Freien.“

Besonders weit vorn ist die Güll-Schule beim Thema Ernährung. Durch die Zusammenarbeit mit dem von Uschi Glas gegründeten Verein „brotZeit“ kann sogar jeden Morgen ein kostenloses und gesundes Frühstück zum Start in den Tag angeboten werden.

Ganzheitlich und nachhaltig

Um ganzheitliche und nachhaltige Erfolge bei der Gesundheitsbildung zu erzielen, wird auf die Einbindung des Elternhauses gesetzt. Beim Spiel- und Sportfest können und sollen Mama und Papa mit dem Nachwuchs gemeinsam antreten. Im Rahmen der Ernährungsbildung nehmen die Kinder außerdem gesunde Kochrezepte mit heim.

Wie das Kultusministerium mitteilt, wurden seit der Etablierung der Sportgrundschulen im Schuljahr 2018/2019 bayernweit insgesamt 321 Grundschulen zertifiziert.

Schulleiterin Ulrike Zauner-Bubeck (links) und die Lehrkraft Manuela Pache legen Wert darauf, dass Bewegung, Aktivität und gesunde Ernährung an der Grundschule Dietenhofen richtig Spaß machen. Mit Erfolg – die Bildungseinrichtung ist eine von drei neuen Sportgrundschulen im Landkreis. (Foto: Yvonne Neckermann)
Schulleiterin Ulrike Zauner-Bubeck (links) und die Lehrkraft Manuela Pache legen Wert darauf, dass Bewegung, Aktivität und gesunde Ernährung an der Grundschule Dietenhofen richtig Spaß machen. Mit Erfolg – die Bildungseinrichtung ist eine von drei neuen Sportgrundschulen im Landkreis. (Foto: Yvonne Neckermann)
Schulleiterin Ulrike Zauner-Bubeck (links) und die Lehrkraft Manuela Pache legen Wert darauf, dass Bewegung, Aktivität und gesunde Ernährung an der Grundschule Dietenhofen richtig Spaß machen. Mit Erfolg – die Bildungseinrichtung ist eine von drei neuen Sportgrundschulen im Landkreis. (Foto: Yvonne Neckermann)

Von Yvonne Neckermann
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