„Mit dem Neubau einer Kinderkrippe wird sich die Möglichkeit, Kinder in der Gemeinde Steinsfeld zu betreuen, verdoppeln.“ Das sagte Bürgermeisterin Margarita Kerschbaum beim Richtfest des Gebäudes. Und: „Kinder sind unser größtes Gut.“
Mit ihren „großzügigen und lichtdurchfluteten Räumen“ werde sie „ein großartiges Zuhause für die jüngsten Bürgerinnen und Bürger“ der Gemeinde Steinsfeld werden. Der Neubau sei nachhaltig mit natürlichen Materialien im Passivhausstandard erbaut und zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
Die Rathauschefin verschwieg dabei nicht, dass es bis zur Realisierung der Maßnahme viele Hürden zu überwinden gegeben hatte. Im Gemeinderat seien „heiße Diskussionen über den Bedarf neuer Räumlichkeiten und über den Standort“ geführt worden. Anbau am Bestand, Erweiterung mit einem Neubau oder kompletter Neubau auf der grünen Wiese an einem anderen Standort?
Die Entscheidung sei nicht einfach gewesen. „Die zu erwartenden Kosten für den Neubau und den Umbau des Bestandes sind 2,1 Millionen Euro, davon werden wir voraussichtlich Mittel in Höhe von einer guten Million Euro an Förderung abrufen.“ Die Bürgermeisterin wiederholte noch einmal, dass die vom Gemeinderat getroffene Entscheidung auf jeden Fall die richtige Wahl gewesen sei. Zum Richtfest mitten im Dorf durfte sie unter anderem das Kindergarten-Team mit den Kindern der „Villa Kunterbunt“, die „Häuslesmusik“, Diakon Jörg Schwarzbeck, den Geschäftsstellenleiter der VG Rothenburg, Reinhard Sperber, sowie mehrere Bürgermeister aus den Nachbargemeinden begrüßen.
Nach dem traditionellen Richtspruch von Betriebsleiter Florian Braumandl aus Geslau bat Diakon Schwarzbeck um den Segen Gottes für das neue Gebäude. „Möge der Geist des Friedens und des freundlichen Umgangs das Leben und Arbeiten hier bestimmen.“ Die Kinder der Villa Kunterbunt erfreuten die zahlreich erschienen Gäste passend zum Anlass mit dem Lied „Wer will fleißige Handwerker seh’n“. Danach stürzten sich die Jüngsten auf die vielen Süßigkeiten, die vom Dach der neuen Krippe herunterprasselten. Selbstverständlich ließ es sich auch der Nikolaus nicht nehmen dieses vorweihnachtliche Fest zu besuchen. Nach dem offiziellen Festakt bestand die Möglichkeit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.