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Veröffentlicht am 14.11.2024 18:05

Eltern in der Pflicht: Ausbildungsbetriebe fordern mehr Einsatz

Beim Treffen der Arbeitskreise Schule & Wirtschaft präsentieren sich hinter der mobilen Skaterrampe (von links): Dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, Berufswahlbegleiterin Marion Binder, Schreinermeister Matthias Thoma, Schulleiter Johannes Stegmann und Schreinermeister Andreas Fickel. (Foto: Roman Kocholl)
Beim Treffen der Arbeitskreise Schule & Wirtschaft präsentieren sich hinter der mobilen Skaterrampe (von links): Dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, Berufswahlbegleiterin Marion Binder, Schreinermeister Matthias Thoma, Schulleiter Johannes Stegmann und Schreinermeister Andreas Fickel. (Foto: Roman Kocholl)
Beim Treffen der Arbeitskreise Schule & Wirtschaft präsentieren sich hinter der mobilen Skaterrampe (von links): Dritter Bürgermeister Herbert Lindörfer, Berufswahlbegleiterin Marion Binder, Schreinermeister Matthias Thoma, Schulleiter Johannes Stegmann und Schreinermeister Andreas Fickel. (Foto: Roman Kocholl)

Das Ziel ist klar formuliert: Sie wollen junge Menschen auf ihrem Weg ins Berufsleben unterstützen und dabei auch die Wünsche der Ausbildungsbetriebe in den Blick nehmen. Darüber tauschten sich die Teilnehmer der Arbeitskreise Schule & Wirtschaft in der Mittelschule Feuchtwangen-Land aus.

Dabei war Schulleiter Johannes Stegmann vor allem auch diese Botschaft wichtig: „Wir reden nicht nur, es wird auch gehandelt.“ Den Beweis blieb der Pädagoge nicht schuldig. Denn zu Beginn des Treffens wurde den Anwesenden ein gelungenes Praxisbeispiel funktionierender Kooperation präsentiert: eine mobile Skaterrampe, die Schüler der Mittelschule Feuchtwangen-Land in einem Berufspraxisprojekt bei der Schreinerei Thoma in Dentlein gebaut haben.

Dass sich bei diesem Projekt schlüssig eins zum andern fügt, mag auch daran liegen, dass die Mittelschule eine „Schoolbiker-Schule“ ist, bei der Radsport fester Bestandteil des Sportunterrichts ist. Die nun entstandene mobile Skaterrampe lässt sich im Pausenhof aufbauen. Unter Aufsicht können die Schüler hier skaten oder mountainbiken. Balance, Gleichgewichtssinn und sich gegenseitig unterstützen könne hier geübt werden.

Digitales Programm war im Einsatz

Wie die Schreinermeister Matthias Thoma und Andreas Fickel erläuterten, haben die Schüler beim Bohren und Zusammenschrauben sowie bei der Bearbeitung mit Hilfe eines digitalen Programms geholfen. Die kleine Anlage sei stabil und wetterfest. Der 60 Kilogramm schwere Kasten steht auf einem fahrbaren Untergestell. „Die Schüler können das in den Hof rausfahren“, sagte Matthias Thoma.

In der Diskussionsrunde wiesen die Schreinermeister allerdings darauf hin, dass es nicht bei jedem Berufspraxisprojekt so gut laufe, wie in diesem Fall. Hier seien die Schüler sehr motiviert gewesen. Doch mit Blick auf frühere Projekte sagte Andreas Fickel, dass man sehr schnell gemerkt habe, ob die Schüler überhaupt praktisch etwas machen wollen oder ob sie mehr aufs Theoretische fixiert waren. Nach seiner Ansicht ist die Motivation der Jugendlichen, etwas Praktisches zu tun, in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Sein Wunsch: „Vielleicht kann man die Lust aufs Praktische mehr fördern.“

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Einige Teilnehmer der Runde, in der sich Akteure aus der beruflichen Bildung von Schulen aus Feuchtwangen, Dinkelsbühl und Wassertrüdingen, von Berufsverbänden und Unternehmen zusammengefunden haben, sahen diesbezüglich die Eltern in der Pflicht.

Hilfsbereitschaft und Durchhaltevermögen

Klare Worte fand insbesondere Sabine Beyer, die bei Rehau Automotive die Auszubildenden einstellt. Häufig fehle es bei Praktikanten an der Einstellung, dass Arbeit wichtig sei, um Geld zu verdienen. Sabine Beyer forderte: „Wir müssen diese Gleichgültigkeit auflösen.“ Ansonsten bestehe die Gefahr, wirtschaftlich an den Rand gedrängt zu werden.

Und sie betonte: „Wir als Industriebetrieb brauchen eine gewisse Disziplin.“ Dabei gehe es um Grundlegendes wie pünktlich zur Arbeit kommen, grüßen, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Durchhaltevermögen und sich an Regeln zu halten. „Daran haben wir mit Nachdruck zu arbeiten“, sagte sie. Allerdings stelle sie fest, dass sich manche Elternhäuser kaum darum kümmern.

Bei dem Treffen der Arbeitskreise ging es auch um die Frage, wie die Leistungen in einem Praktikum an die Schule rückgemeldet werden können. Manuela Johrend, Berufswahlbegleiterin aus Rothenburg, stellte dazu den Entwurf eines Praktikums-Zeugnisses vor, den sie den übrigen Schulbezirken gerne zur Verfügung stellen wird.

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