Erster Nachwuchspreis im Kreuzgang verliehen: Das ist die Preisträgerin | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 30.07.2025 17:30

Erster Nachwuchspreis im Kreuzgang verliehen: Das ist die Preisträgerin

Klaus Seeger, Thomas Schoppik, Johannes Kaetzler und Patrick Ruh (von links) mit der ersten Preisträgerin Juliane Krug.  (Foto: Martina Kramer)
Klaus Seeger, Thomas Schoppik, Johannes Kaetzler und Patrick Ruh (von links) mit der ersten Preisträgerin Juliane Krug. (Foto: Martina Kramer)
Klaus Seeger, Thomas Schoppik, Johannes Kaetzler und Patrick Ruh (von links) mit der ersten Preisträgerin Juliane Krug. (Foto: Martina Kramer)

Zum ersten Mal ist am Dienstagabend der Nachwuchspreis der RESRG Automotive im Kreuzgang verliehen worden. Mit diesem Preis sollen junge Talente für ihre Leistungen im Rahmen der Kreuzgangspiele ausgezeichnet werden. Die diesjährige und zugleich erste Geehrte in dieser Kategorie ist Juliane Krug.

Kurz zuvor hatte die junge Schauspielerin noch in Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ als Charlotte Lucas auf der Bühne gestanden. Sichtlich bewegt nahm sie die Ehrung aus den Händen von RESRG-Führungsmitglied Thomas Schoppik entgegen. Auf seine Initiative hatte sich die Firma – früher Rehau Automotive – bereit erklärt, das Patronat für diese Auszeichnung zu übernehmen. Und stellte die Trophäe auch selbst her: mit dem 3D-Drucker, gefüllt mit dem typischen Granulat, mit dem in dem Betrieb gearbeitet wird. So ist eine aus Plastik bestehende Zweitausgabe des aus Glas gefertigten Theaterpreises der Fränkischen Landeszeitung entstanden.

Qual der Wahl für die Jury

Stets habe die Jury vor dem Problem gestanden, jüngere Schauspielerinnen und Schauspieler ein wenig auf später vertrösten zu müssen, erklärte Jurymitglied Klaus Seeger, Programmleiter von Radio 8. Neben ihm haben auch diesmal Thomas Schoppik, Bettina Baumann, Sybille Schipper und FLZ-Kulturredakteur Thomas Wirth die Qual der Wahl gehabt.

Warum nun dieser zusätzliche Preis? „Unserer Jury ist es nicht entgangen, dass Intendant Johannes Kaetzler eine sehr engagierte Nachwuchsarbeit bei den Kreuzgangspielen betreibt“, sagte Seeger in seiner Laudatio am Dienstagabend. „Er sucht junge Talente für dieses Theater, fordert und fördert sie. Er lässt ihnen Raum, wertvolle Erfahrungen in einem großen Sommertheater zu machen.“

Fühlt sich als Neuling in der Kreuzgang-Familie gut aufgehoben: Schauspielerin Juliane Krug. (Foto: Jasmin Kiendl)
Fühlt sich als Neuling in der Kreuzgang-Familie gut aufgehoben: Schauspielerin Juliane Krug. (Foto: Jasmin Kiendl)

Von Australien auf die Feuchtwanger Kreuzgang-Bühne

Juliane Krug spielt Mogli im diesjährigen Kinderstück „Das Dschungelbuch“.
17.06.2023 10:00
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„Da ist Leidenschaft”

Bereits in den Jahren zuvor sei Juliane Krug der Jury besonders aufgefallen, so Klaus Seeger weiter. Ihre Ausstrahlung, ihre Energie, ihre Ausdruckskraft, all das sei bei ihrem Spiel spürbar. „Da ist Leidenschaft – wir als Publikum merken sofort, da brennt jemand für seine Berufung.“

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Diese nahm an der Schule für Schauspiel in Hamburg mit dem Abschluss vor sechs Jahren Form an. Ihr erstes Engagement erhielt Juliane Krug an den Hamburger Kammerspielen. Es folgten das Altonaer Theater, das Ohnsorg-Theater und die Auerbacher Festspiele.

Ein Geschenk, wenn die Arbeit Spaß macht

2023 holte Johannes Kaetzler die Preisträgerin erstmals nach Feuchtwangen. Hier spielte Krug verschiedene Rollen im „Jedermann“, verkörperte die Ottilie in Dürrenmatts „Besuch der alten Dame“, bezauberte als Mogli im „Dschungelbuch“, begeisterte als Ronja Räubertochter und geht dieses Jahr als Eva-Lotte Lisander mit Kalle Blomquist auf Verbrecherjagd. Also schon eine ganz stattliche Agenda, die die junge Schauspielerin da vorzuweisen hat.

„Der Beruf macht riesengroße Freude, fordert mich aber auch immer wieder heraus“, sagte die frisch gebackene Preisträgerin. Wichtig sei die Unterstützung, die sie von vielen Seiten erhalte, der Familie, den Kollegen, den Freunden und dem Publikum. „Meine Eltern hätten sich wohl einen sichereren Job für mich gewünscht, aber sie stehen voll hinter mir“, sagte sie in ihrer Dankesrede an all ihre Wegbegleiter. „Es ist ein absolutes Geschenk, wenn sich die Arbeit nicht wie Arbeit anfühlt.“


Von MARTINA KRAMER
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