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Veröffentlicht am 07.04.2025 19:04

Frühlingsgefühle und frisches Grün bei der Pflanzentauschbörse in Ansbach

Samstags ist in der Ansbacher Innenstadt Markttreiben angesagt. Doch am vergangenen Wochenende war auch an einem Stand wenige Meter entfernt vom Markt in der Reitbahn einiges los. Die örtlichen Grünen und der Bund Naturschutz organisierten dort eine Pflanzentauschbörse.

Einige blaue Tische und Bänke waren am Samstag auf der Südseite der St.-Gumbertus-Kirche der Umschlagplatz für Pflanzen aller Art. In etlichen kleinen Töpfchen standen eng beieinander Immergrün, Storchenschnabel, Blutampfer, Sukkulenten und Veilchen. Auch eine prächtige Aloe vera stand dabei.

Die Pflanzen stammen alle aus Ansbacher Gärten, erzählt Christiane Handrick-Ratka. Sie ist Sprecherin des Ansbacher Ortsverbands der Partei Bündnis 90/Grüne und hat die Pflanzentauschbörse organisiert. Die Idee: Ableger oder übrige Pflanzen werden am Stand abgegeben und gegen eine andere Art getauscht.

Heimische Gewächse gegen Flächenversiegelung

Heimische Gewächse sollen so in neue Gärten einziehen. Christiane Handrick-Ratka und die weiteren Helfer möchten so der Flächenversiegelung entgegenwirken und das naturnahe Gärtnern ins Bewusstsein rufen. Auch wer keine Tausch-Pflanze dabei hatte, konnte sich kostenlos frisches Grün mitnehmen.

Bereits das fünfte Jahr in Folge organisierten die Grünen die Pflanzentauschbörse in Ansbach. Rund zehn Ehrenamtliche packten dafür mit an. Besonders wichtig war der Austausch mit den Menschen. Wo soll die Pflanze stehen? Welchen Boden braucht sie, wie viel Wasser und Licht? So wurde für alle ein passendes Gewächs gefunden.

BN unterstützt die Ansbacher Grünen im Dialog

Ingrid Eichner (Grüne) hat am Samstag zahlreiche Menschen beraten. So viele, dass sie schon fast heißer war, erzählt sie lachend. Sie kennt sich gut aus mit Pflanzen und freut sich über die Gespräche übers Gärtnern. „Es ist auch bereichernd für uns Helfer“, betont Christiane Handrick-Ratka.

Die Grünen haben sich zur Unterstützung den Bund Naturschutz (BN) mit an den Stand geholt. „Sie versuchen, den Wissenstransfer zu leisten“, beschreibt Ingrid Eichner. Einer, der diese Aufgabe übernommen hat, ist Stefan Badichler, stellvertretender Vorsitzender der BN-Ortsgruppe Ansbach. Vor ihm ausgebreitet liegen Flyer und kleine Päckchen mit Blumensamen – insektenfreundliche Blühmischungen.

„Man kann auch in Stadtgärten relativ viel machen“, sagt er. Beispielsweise bereite man Hummeln, Schmetterlingen und Bienen eine Freude, wenn man ein Stück der Wiese nicht oder erst später mäht. Denn dann können andere Arten erst blühen, erzählt Badichler.

Viele Menschen wanderten am Samstag rund um den Stand, um sich diese Infos abzuholen. „Die Leute sind interessiert“, fasst er erfreut zusammen. Er hofft, dass einige die Anregungen mit nach Hause in ihre eigenen Gärten genommen haben. Das Interesse vor Ort war jedenfalls groß.

Von Kräutern über Sukkulenten bis zum Immergrün: Für jeden Garten und Balkon gab es geeignete Pflanzen. (Foto: Antonia Müller)
Von Kräutern über Sukkulenten bis zum Immergrün: Für jeden Garten und Balkon gab es geeignete Pflanzen. (Foto: Antonia Müller)
Von Kräutern über Sukkulenten bis zum Immergrün: Für jeden Garten und Balkon gab es geeignete Pflanzen. (Foto: Antonia Müller)
Mitglieder der Grünen und des Bund Naturschutz hatten am Samstag alle Hände voll zu tun: Viele Menschen ließen sich beraten. (Foto: Antonia Müller)
Mitglieder der Grünen und des Bund Naturschutz hatten am Samstag alle Hände voll zu tun: Viele Menschen ließen sich beraten. (Foto: Antonia Müller)
Mitglieder der Grünen und des Bund Naturschutz hatten am Samstag alle Hände voll zu tun: Viele Menschen ließen sich beraten. (Foto: Antonia Müller)

Antonia Müller
Antonia Müller
Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach
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