Gegen die Schlange vor der Bad Windsheimer Franken-Therme | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.01.2024 14:29

Gegen die Schlange vor der Bad Windsheimer Franken-Therme

Wann geht es endlich weiter? Wenn die Spinde in der Wellness-Oase vollständig belegt sind, kann sich vor den Kassen der Frankentherme schon mal eine lange Warteschlange bilden. (Foto: Josh Reuter)
Wann geht es endlich weiter? Wenn die Spinde in der Wellness-Oase vollständig belegt sind, kann sich vor den Kassen der Frankentherme schon mal eine lange Warteschlange bilden. (Foto: Josh Reuter)
Wann geht es endlich weiter? Wenn die Spinde in der Wellness-Oase vollständig belegt sind, kann sich vor den Kassen der Frankentherme schon mal eine lange Warteschlange bilden. (Foto: Josh Reuter)

Es gibt Tage, an denen bildet sich eine lange Warteschlange vor dem Eingangsportal der Franken-Therme an der Erkenbrechtallee. Dann müssen Besucher sich entscheiden, ob sie sich einreihen und ausharren oder den Wellnessbesuch auf einen weniger stark frequentierten Tag verlegen wollen. Das sorgt mitunter für Frust.

Damit kein Thermen-Fan verärgert wieder nach Hause fährt, empfiehlt der Betreiber, sich vorab stets auf der Internetseite des Unternehmens über die „aktuelle Auslastung“ zu informieren. „Der grüne Balken zeigt, wie viele Spinde aktuell verfügbar sind“, heißt es dort. Insgesamt 1050 stehen zur Verfügung. Ist der Balken komplett rot, hat der Wellnesstempel seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Zusätzliches Personal ist im Einsatz

Einen solchen Ansturm, wie er Anfang des Jahres wieder zu erleben war, ist das Thermen-Team schon gewohnt. „Dass uns in der Ferienzeit überdurchschnittlich viele Gäste besuchen, ist nichts Neues. Wir haben im Umgang mit solchen Hoch-Zeiten viel Erfahrung“, erklärt Sylvia Knoll-Peterson, Marketingleiterin in der Frankentherme, auf Nachfrage unserer Redaktion. Deswegen bereite man sich vorab auch „im Rahmen aller gegebenen Möglichkeiten“ gut darauf vor. Dabei steht besonders die Aufstockung des Personals an stark frequentierten Tagen im Fokus.

In allen Bereichen sind dann zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz: am Empfang, in den Badehallen genauso wie in der Sauna und dem Wellnessbereich. Außerdem wird zusätzliches Personal „für weitere Maßnahmen im Kundenservice“ eingeplant, betont Knoll-Peterson. Zu deren Aufgabe gehört es unter anderem, die Ruhe-Liegen regelmäßig frei zu räumen. „Schließlich soll jeder Gast die Möglichkeit haben, sich während des Thermenaufenthalts zeitweise auf einer der Liegen ausruhen zu können.“

Außerdem sind „Schrankwichtel“ im Einsatz. So werden diejenigen im Team liebevoll genannt, die eine ganz besondere Aufgabe haben: Sie erklären die Funktionsweise des Spinde-Systems und helfen, wenn es mal nicht auf Anhieb funktioniert. Außerdem unterstützen die Gäste dabei, sich in der Thermenlandschaft zu orientieren. „So wird den Mitarbeitern im Empfangsbereich der Rücken frei gehalten“, erklärt Knoll-Peterson. Dadurch seien diese wiederum in der Lage, sich vorrangig um ihre Kernaufgabe zu kümmern, nämlich den Einlass der zahlreichen Gäste.

Gäste sollen Bedürfnis nach Erholung stillen

„Die Kassen sind zu den Stoßzeiten übrigens alle drei geöffnet“, sagt die Marketingleiterin der Frankentherme und weist in diesem Zusammenhang sogleich auf eine bevorstehende Neuerung hin. So wird es zeitnah einen Kassenautomaten geben, der das Empfangspersonal durchgehend entlasten soll.

Dass die Therme in den Ferien mitunter komplett ausgelastet ist, begrüßt Knoll-Peterson ausdrücklich. „Das ist für uns ein wichtiger Faktor für ein gutes, wirtschaftliches Gesamtergebnis und zeigt darüber hinaus, dass die Gäste ihr Bedürfnis nach wohltuender Erholung, Wärme und Gesundheit gern bei uns stillen.“ Eine „große Herausforderung“ sei ein Besucher-Ansturm aber trotzdem immer. Und zwar sowohl für das Unternehmen als auch für die Gäste.

Das Thermen-Team versuche dabei stets, stark frequentierte Tage „positiv und vorbereitet“ zu bewältigen. Allerdings habe man keinen Einfluss darauf, zu welcher Tageszeit die Besucher eintreffen. Darüber würden sich auch keine Prognosen abgeben lassen. „Insofern kommt es gelegentlich vor, dass sich eine längere Schlange an Gästen bildet, die gerne in warmer Thermalsole entspannen möchten.“

Wenn allerdings sämtliche Spinde belegt seien, resultiere daraus eine längere Wartezeit für die neu ankommenden Wellness-Fans. „Jedem Gast steht es zu jeder Zeit frei, selbst zu entscheiden, wie er darauf reagieren möchte“, sagt Knoll-Peterson und verweist auf die Fertigstellung der elf Millionen Euro teuren Thermen-Erweiterung im Jahr 2021. Im Zuge dieser Maßnahme sei die Kapazität an Spinden um 40 Prozent erweitert worden. Seitdem können mehr Gäste gleichzeitig die Thermen- und Saunalandschaft nutzen. Sollten sämtliche Spinde belegt sein, ist das Vorgehen wir folgt: „Sobald ein Gast die Therme verlässt, erhält ein anderer Zutritt“, sagt Knoll-Peterson.

Die dafür aufzubringende Wartezeit lasse sich aber nicht vorhersehen. Und das Wetter lasse sich nicht beeinflussen. Denn an manchen Tagen reicht die Warteschlange bis unter freien Himmel. Die Marketingleiterin betont, dass „selbstverständlich“ auch das großräumige Foyer der Therme als Wartebereich genutzt werden könne. „Insofern besteht zu jeder Zeit die Option, im wind- und regengeschützten Bereich zu verweilen.“

Ansturm in den Ferien und an Feiertagen

Trotzdem empfiehlt Knoll-Peterson noch einmal ausdrücklich, „sich unmittelbar vor der geplanten Anreise über die aktuelle Besucherauslastung zu informieren“. Seit mittlerweile rund drei Jahren würde es auf der Startseite der Thermen-Website ein Tool geben, das in Echtzeit anzeigt, wie viele Spinde noch verfügbar seien. „Wie bei anderen Freizeit- und Erholungseinrichtungen auch, sollte beim geplanten Thermenbesuch in Bad Windsheim insbesondere zu Ferienzeiten und an Feiertagen mit einem erhöhten Besucheraufkommen gerechnet werden.“ Mit den Besucherzahlen des vergangenen Jahres ist Knoll-Peterson zufrieden. Denn die nun vorliegende Bilanz zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um rund 17,5 Prozent auf insgesamt 432.528 Besucher in 2023.

Im Vorjahr lag die Zahl noch bei 368.245 Gästen. „Dies stellt eine erfreuliche Entwicklung in Richtung der Zahlen vor Corona und darüber hinaus dar“, betonte Knoll-Peterson. Während im Jahr 2018 insgesamt 434.419 Besucher gezählt wurden, waren es 2019 bereits 444.812. Dann kam Corona und die Zahlen schnellten nach unten: Im Jahr 2020 wurden 208.966 Gäste gezählt, in 2021 waren es der Thermen-Statistik zufolge 225.366.

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