Fußballprofi Julian Gressel lebt seit vielen Jahren in den USA. Der gebürtige Neustädter ist mittlerweile amerikanischer Staatsbürger. Die Fußball-WM 2026 in seiner zweiten Heimat begleitet er als FLZ-Experte für unsere Leser in einer kleinen Kolumne. Diesmal geht es um das Auftaktspiel Deutschlands gegen Curacao.
Das war doch alles in allem ein gelungener Auftakt für das DFB-Team in den USA. 7:1 gegen Curacao ist, glaube ich, ein gutes Ergebnis. Natürlich waren wir alle etwas erschrocken, als wir das 1:1 kassiert haben. Das Tor hat aber gleich mal die Nerven der Spieler getestet und war ein ganz guter Wachrüttler.
Insgesamt haben wir gute Leistungen von eigentlich allen Spielern gesehen. Wir haben viele Tore geschossen und wir hatten viele verschiedene Torschützen. Es war auch gut zu sehen, dass Spieler von der Bank reingekommen sind, die effektiv waren. Wichtig war zudem, dass wir auch in der Defensive ein paarmal gewechselt haben. Das wird normalerweise in so einem Turnier, wenn es in der K.o.-Phase gegen die besseren Mannschaften geht, nicht der Fall sein.
Zum Gegentor: Wir hatten sicher ein, zwei leichtsinnige Momente im Spiel. Aber Curacao ist natürlich nicht der gefährlichste Gegner und da bist du als Spieler nicht immer bei 100 Prozent. Deswegen haben wir dann eben ein Tor kassiert – was für die Mannschaft aber vielleicht ein guter Lernmoment war.
Alles in allem: Wir sind schön reingekommen ins Turnier. Es war alles wie erwartet und gab keine Überraschungen.