Hitzefrei für den Aufzug: An heißen Tagen könnte es vereinzelt dazu kommen, dass Aufzüge vorübergehend stillstehen. Darauf weist der Aufzughersteller Schindler hin. Der Grund: Wird es im Aufzugsschacht zu heiß, schalten sich die Anlagen vorsorglich ab.
Sind sicherheitsrelevante elektrische Bauteile mit einer Temperaturüberwachung ausgestattet und wird die zulässige Höchsttemperatur - in der Regel 40 Grad - überschritten, bleibt ein Aufzug aber nicht automatisch stehen. Er fährt in der Regel zunächst noch zu einer Haltestelle, wo Sie ihn verlassen können, erklärt der TÜV Rheinland auf Anfrage.
Erst anschließend schaltet sich die Anlage vorübergehend ab - und geht wieder in Betrieb, wenn die Temperatur ausreichend gesunken ist.
Sollte das einmal nicht der Fall sein und der Aufzug außerhalb einer Haltestelle stehen bleiben, heißt es vor allem Ruhe bewahren. Der TÜV Rheinland rät die Notrufeinrichtung im Aufzug zu nutzen. Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, die Türen gewaltsam zu öffnen oder den Fahrkorb selbst zu verlassen.
Doch wie oft kommt das überhaupt vor, dass in so einem Schacht 40 Grad erreicht werden? Jan Steeger vom Aufzughersteller Schindler zufolge „leider häufiger“, gerade bei Anlagen in Glasschächten wie etwa auf Bahnhöfen, die direkt in der Sonne stünden. „Glasschächte sehen zwar schick aus, erhitzen sich aber viel schneller.“
Dem TÜV Rheinland zufolge ist ein kritischer Temperaturanstieg unter normalen Bedingungen im Aufzugsschacht eher selten. Während längerer Hitzeperioden können demnach aber „lokal Temperaturen erreicht werden, die an die zulässigen Grenzen einzelner Bauteile heranreichen“.
Ob es dadurch tatsächlich zu Einschränkungen kommt, hängt demnach von der jeweiligen Anlage, den Einbaubedingungen, der Belüftung und den verwendeten Komponenten ab.
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