Hohe Transportkosten treiben Christbaum-Preise nach oben | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 19.06.2026 16:12

Hohe Transportkosten treiben Christbaum-Preise nach oben

Bisher sind die Anbauer mit dem Wetter zufrieden. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
Bisher sind die Anbauer mit dem Wetter zufrieden. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)
Bisher sind die Anbauer mit dem Wetter zufrieden. (Archivbild) (Foto: Pia Bayer/dpa)

Gut ein halbes Jahr vor Weihnachten heißt es aufatmen: Bayerns Christbäumen geht es gut - sie werden allerdings vermutlich teurer. Denn nicht nur die Transportkosten sind stark gestiegen, wegen der hohen Spritpreise infolge des Iran-Krieges.

Hagel und Frost, die in den vergangenen Jahren oft für Frust und Einbußen sorgten, habe es heuer kaum gegeben, teilte die Interessengemeinschaft der Jungweihnachtsbaumanbauer und Schnittgrünerzeuger (IGW) im oberbayerischen Peiting mit. „Die Bäume stehen momentan in sehr guter Qualität“, sagte der IGW-Vorsitzende Peter Geiß. Es habe im Frühjahr ausreichend geregnet, sodass sich die Jungpflanzen gut entwickelt hätten. Bis zur Ernte stehe ein Weihnachtsbaum 8 bis 13 Jahre in der Kultur.

Zurückhaltende Bestellungen

Allerdings treibt die Inflation die Anbauer um: hohe Energie-, Dünger- und Pflanzenschutzpreise, dazu Transportkosten, die um 30 bis 40 Prozent gestiegen seien. Daher warteten Großhändler derzeit mit den Bestellungen, die Anbauer planten den Einschlag vorsichtig. 

Die Interessengemeinschaft rechnet daher mit höheren Preisen, nannte aber keine Details. Im vergangenen Jahr kostete ein Meter Nordmanntanne zwischen 23 und 30 Euro, je nach Qualität. 2022 waren es noch 20 bis 25 Euro.

Die Blaufichte ist mit 15 bis 19 Euro für einen Meter deutlich günstiger. Vor vier Jahren mussten Verbraucher für eine fast zwei Meter große Blaufichte lediglich 19 bis 25 Euro hinlegen.

Der Fachverband IGW ist ein Zusammenschluss von rund 80 Familienbetrieben in Deutschland und Österreich. 

Vier Millionen Christbäume

Im Freistaat werden nach Angaben des Forstministeriums jährlich rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Rund 400 Anbauer sind registriert. Am beliebtesten bei den Kunden ist die Nordmanntanne, dahinter folgt die Blaufichte.

Bayern ist Christbaumland - nicht nur bei der Nutzung, sondern auch im Anbau. Lässt man die kreisfreien Städte außen vor, finden sich in fast jedem Landkreis sogenannte Weihnachtsbaumkulturen. Die bayerische Weihnachtsbaum-Zentrale liegt im Landkreis Main-Spessart - genauer gesagt im Sinngrund an der bayerisch-hessischen Grenze. Allein in Mittelsinn gibt es um die 30 Christbaumproduzenten.

© dpa-infocom, dpa:260619-930-251075/1


Von dpa
north