In Neustadt wurde fleißig Blut gespendet | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 21.08.2025 10:00

In Neustadt wurde fleißig Blut gespendet

Franziska Kühn hat auch ihre zweite Blutspende sehr gut verkraftet. (Foto: Linda Maatz)
Franziska Kühn hat auch ihre zweite Blutspende sehr gut verkraftet. (Foto: Linda Maatz)
Franziska Kühn hat auch ihre zweite Blutspende sehr gut verkraftet. (Foto: Linda Maatz)

Am Dienstag fanden sich in Neustadt wieder Hunderte Menschen zum Blutspenden ein. Ob bei Krebserkrankungen, Transplantationen oder sonstigen Operationen: Die daraus resultierenden Konserven sind vielseitig einsetzbar und unverzichtbar.

In der NeuStadtHalle geht es ruhig zu. Einige Menschen füllen zur Anmeldung Fragebögen auf Tablets aus, andere unterhalten sich bei einem Glas Wasser. Der Geruch von Kaffee zieht durch den Raum. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stellen sicher, dass alle gut versorgt sind. Von 16 bis 20.30 Uhr werden Blutspenden entnommen.

„Wir haben heute 240 Anmeldungen”, sagte Erik Paulus. Seit ungefähr acht Jahren ist er Blutspendeverantwortlicher bei den Terminen in Neustadt. Der 51-Jährige und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind für die Anmeldung, Registrierung, Essensausgabe und Geschenkvergabe verantwortlich. Im Durchschnitt waren es bei den letzten Terminen, inklusive der Nicht-Angemeldeten, 280 bis 310 Spenderinnen und Spender.

Das Positive im Menschen sehen

„Wir haben alle eine ähnliche Einstellung und sehen das Positive in den Menschen”, erzählt Paulus. In der Gemeinschaft habe er viel mit Leuten zu tun, mit denen er gerne zusammen sei. Deshalb engagiert er sich, anfangs noch als einfacher Helfer, inzwischen schon seit zehn Jahren ehrenamtlich für den Blutspendedienst.

Auch Philipp Walter ist mitten im Geschehen dabei. Als Teamkoordinator des Blutspendedienstes hat er zwei Teams aus insgesamt zwölf Personen zusammengestellt. Diese sind im Alltag im medizinischen Bereich tätig, arbeiten als Arzthelferinnen und -helfer in Praxen oder Krankenhäusern. Bei der Blutspende sind sie alle hauptamtlich aktiv.

„Die Anmeldungen vorab sind wichtig, damit wir besser abschätzen können, wie viel Personal wir benötigen”, sagt Walter. „Natürlich wird niemand weggeschickt, wenn er oder sie keinen Termin hat.” Es könne aber zu längeren Wartezeiten führen.

Kreislauf muss wieder in Schwung kommen

Franziska Kühn hat soeben gespendet und wartet gerade auf ihrer Liege, bis sie aufstehen darf. Ungefähr zehn Minuten soll sie nach der Blutspende noch liegen bleiben, damit ihr Kreislauf wieder in Schwung kommt. Durch ihre Eltern, die beide „schon ewig spenden”, ist sie darauf aufmerksam geworden. „Es war gar nicht so schlimm”, dachte sich die 28-Jährige nach dem ersten Mal Blut spenden. Also kam sie wieder. Und warum sie das Ganze macht? „Man tut so einfach Gutes und falls ich selbst mal darauf angewiesen bin, wäre ich froh, wenn ich Hilfe bekomme”, betont Kühn.

Da Blutbestandteile nur begrenzt haltbar sind, ist der Blutspendedienst laufend auf Blutspenden angewiesen. Interessierte können sich unter https://www.blutspende.de/ über die nächsten Blutspendetermine informieren und anmelden.


Von LINDA MAATZ
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