Dass der Igel vor kurzem offiziell zum „Tier des Jahres 2024“ gekürt wurde, finden die Frankemer Stupfl absolut angemessen, denn sie identifizieren sich seit jeher mit diesem Lebewesen, dessen jenische Bezeichnung „Stupfl“ lautet. Nächstes Wochenende beginnt für die Schillingsfürster Stachel-Gemeinde die Hauptsaison.
Elf Termine umfasst die närrische Sitzungsserie 2024. Der erste geht am kommenden Samstag, 13. Januar, über die Bühne, der letzte am Rosenmontag, 12. Februar. Austragungsort ist jeweils die Schillingsfürster Albert-Zietz-Halle. Losgelegt wird traditionell um 19.33 Uhr – mit einer Ausnahme, denn am Sonntag, 14. Januar, ist bereits um 17.11 Uhr Programmstart.
Fünf Abende seien inzwischen ausverkauft, erklärte gegenüber der Redaktion Stupfl-Sprecher und Regisseur Markus Löschel. Für weitere drei Termine gebe es noch einzelne Karten. Ein bisschen mehr Luft sei noch an den beiden Freitagen, 26. Januar und 2. Februar, sowie beim Finale am Rosenmontag, berichtet Markus Löschel.
Tickets könnten per E-Mail direkt beim Sitzungspräsidenten Werner Rauch bestellt werden, und zwar unter der Adresse we.rauch@t-online.de. Sinnvoll sei es, immer noch ein paar Ausweichtermine anzugeben, sollte der eine oder andere Termin schon ausverkauft sein, lautet die Empfehlung.
Bis zur Premieren-Sitzung am kommenden Samstag werde noch intensiv weitergeprobt, berichtete der Stupfl-Sprecher. Die Tanzgruppen feilten an ihren anspruchsvollen Choreografien und die Protagonisten der kabarettistischen Einlagen an sprachlichen Details und am Timing.
Worum es in den Nummern geht? Löschel wollte da natürlich nicht allzu viel verraten. Er beschränkte sich auf Andeutungen: „Wer wissen will, wie man sich mit Alkohol das Rauchen abgewöhnen kann, wie man Drillinge versorgt und bestenfalls nicht vertauscht, wie man das neue Heizungsgesetz umgehen kann, wie man im Hofbräuhaus in Zukunft singt oder wie man einen Baum mit dem richtigen Benzin gießt, sollte kommen“, so seine Empfehlung.
Natürlich würden an den Sitzungsabenden auch wieder „allerlei Fehltritte und komische Geschichten“ thematisiert. So kämen in Rothenburg nach dem Aus der dortigen Geburtshilfestation nun keine Kinder mehr zur Welt. „Hoffentlich stirbt der Rothenburger dadurch nicht aus, denn dann hätten wir ja irgendwann keine mehr, die wir auf die Schippe nehmen können“, frotzelt Löschel.
Auch das Wirken der Oberhäupter des Heimatstädtchens und seiner Nachbargemeinden werde stupflerisch aufbereitet: „Wir haben hier ja einen friedlichen Bürgermeister, der so viel Geschäft hat, dass er höchstens mal etwas verwechselt“, merkt der Regisseur an.
Es scheint also beim Schreiben der Song- und Sprechtexte wieder genug Stoff für zündende Gags vorgelegen zu haben. Und die Gardegruppen werden nach Überzeugung von Markus Löschel in der Lage sein, die Sitzungen mit ihren Darbietungen dynamisch abzurunden.