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Veröffentlicht am 27.10.2026 04:03

Jugendprotest in Bayern - kein konkreter Hinweis auf Gewalt

In 23 Städten sind Proteste geplant, darunter auch in München und Nürnberg. (Symbolbild) (Foto: Daniel Vogl/dpa)
In 23 Städten sind Proteste geplant, darunter auch in München und Nürnberg. (Symbolbild) (Foto: Daniel Vogl/dpa)
In 23 Städten sind Proteste geplant, darunter auch in München und Nürnberg. (Symbolbild) (Foto: Daniel Vogl/dpa)

Auch in München und Nürnberg wollen junge Menschen am Samstag auf die Straße gehen, um unter anderem für mehr Geld für die Schulen, mehr Klimaschutz und gegen die Wehrpflicht zu protestieren. Konkrete Hinweise auf geplante Gewalttaten oder Sachbeschädigungen gebe es bisher nicht, erklärten die Polizeipräsidien in München und Nürnberg auf Anfrage. In beiden Städten wird die Polizei während der Jugendproteste im Einsatz sein, um „einen friedlichen Versammlungsverlauf sicherzustellen“, wie es aus München heißt. 

Im Netz ruft eine Initiative, die sich „GenZ regelt“ beziehungsweise „GenZ steht auf“ nennt, für den 31. Oktober zu Protesten in 23 Städten auf. Diese lehnt eigenen Angaben nach Gewalt ausdrücklich ab. Zur Generation Z gehören junge Menschen, die grob zwischen 1995 und 2010 geboren wurden.

In München ist nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats am Samstagnachmittag eine Versammlung mit 200 Teilnehmenden auf dem Geschwister-Scholl-Platz angemeldet. Auf einer Webseite zum Gen-Z-Protest hatten bis Montagnachmittag mehr als 6.400 Menschen ihr Kommen angekündigt. In Nürnberg wurde nach Angaben der Polizei eine Versammlung am Ludwigsplatz mit 40 Personen angemeldet. Im Internet hatten knapp 5.000 Menschen ihr Kommen zugesagt.

Ausschreitungen im Ausland

In anderen europäischen Ländern demonstrieren junge Leute bereits seit Wochen unter anderem für eine bessere Bildung und gegen hohe Lebenshaltungskosten. Am Wochenende war es etwa in Frankreich, Spanien und Italien erneut zu Ausschreitungen und Festnahmen gekommen. Unionspolitiker von Union und SPD befürchten, dass extremistische Kräfte die angekündigten friedlichen Jugendproteste in Deutschland unterwandern können. 

„Die in diesem Zusammenhang in den sozialen Medien verbreiteten Aufrufe und Beiträge sind der Münchner Polizei bekannt und fließen in die polizeiliche Lagebewertung zu diesem Polizeieinsatz ein“, sagte ein Polizeisprecher in München. „Darüber hinaus verfolgen wir die Entwicklungen und Vorfälle im Zusammenhang mit vergleichbaren Versammlungen in anderen Städten und dem europäischen Ausland aufmerksam.“ Dazu stehe die Polizei in engem Austausch mit anderen Polizei- und Sicherheitsbehörden.

Auch in Nürnberg behalte die Polizei die aktuellen Entwicklungen im Blick und tausche sich mit den Versammlungsbehörden aus, sagte ein Polizeisprecher. Wie viele Einsatzkräfte an dem Tag vor Ort sein werden, dazu machte er keine Angaben. Diese sind am Samstag mindestens bei einer weiteren Versammlung gefordert: Eine Gegendemonstration zu dem Gen-Z-Protest ist dem Sprecher zufolge bereits angemeldet.

© dpa-infocom, dpa:261027-930-898098/1


Von dpa
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