Kehlsteinhaus: Versicherungsgutachter am Brandort | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 28.10.2026 13:30

Kehlsteinhaus: Versicherungsgutachter am Brandort

Das Feuer beschädigte das historische Gebäude schwer. (Foto: Jason Tschepljakow/dpa)
Das Feuer beschädigte das historische Gebäude schwer. (Foto: Jason Tschepljakow/dpa)
Das Feuer beschädigte das historische Gebäude schwer. (Foto: Jason Tschepljakow/dpa)

Nach dem verheerenden Brand in dem von den Nazis errichteten Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden sollen nun Versicherungsgutachter den Brandort begutachten. Es liege aber noch kein Gutachten vor; deshalb können man den Schaden weiterhin nicht beziffern, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. In ersten Einschätzungen war teils von einem Millionenschaden die Rede gewesen. 

Die Polizei ermittelt weiter auch wegen im Internet kursierender Aufnahmen aus der Ruine. Es deute alles darauf hin, dass es sich zumindest teilweise um echte Fotos handele, erläuterte der Sprecher.

Herkunft von Fotos und Videos im Internet unklar

Wer die Fotos und Videos angefertigt und dann veröffentlicht hat, ist unklar. Die Polizei prüfe weiter die Herkunft der Aufnahmen, sagte der Sprecher. Der Bereich rund um das auf 1.834 Metern Höhe gelegene Kehlsteinhaus sei ein Tatort und entsprechend abgesperrt. Zunächst waren die Ermittler davon ausgegangen, dass es sich wie bei anderen verbreiteten Aufnahmen um mit künstlicher Intelligenz erstellte Fälschungen handeln könnte.

In der Nacht zum Samstag war das von den Nationalsozialisten zu Repräsentationszwecken errichtete und inzwischen als Berggasthof genutzte Gebäude am Obersalzberg bei Berchtesgaden fast vollständig abgebrannt. Die Polizei nahm einen 33 Jahre alten Deutschen fest, der nach bisheriger Einschätzung psychisch krank ist und deshalb in einer Psychiatrie untergebracht wurde.

Unklar ist auch noch, ob der mit Messing verkleidete Luxus-Aufzug, der über 124 Meter durch den Berg zu dem Gebäude hinaufführt, ebenfalls beschädigt wurde. Das ehemalige Teehaus wurde 1937/38 auf Initiative des Hitler-Vertrauten Martin Bormann errichtet und war Teil des Führersperrgebiets Obersalzberg bei Berchtesgaden.

© dpa-infocom, dpa:261028-930-906485/1


Von dpa
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