Der Kindergarten Rezatstrolche hat ab September einen neuen Träger. Nicht mehr die Gemeinde, sondern der Kreisverband Ansbach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) wird den Kindergarten in Oberdachstetten betreiben. In nicht öffentlichen Sitzungen hatte der Gemeinderat den Träger-Wechsel beraten.
Die Beweggründe seien die immer mehr steigenden Anforderungen an die Träger von Kindertageseinrichtungen. Dies bedeute, dass auf eine kleine Gemeinde wie Oberdachstetten immer größere Herausforderungen zukommen würden.
In der jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat einer Übertragung der Trägerschaft an den BRK-Kreisverband Ansbach zum 1. September 2024 zugestimmt. Eine Interessenbekundung hatte das Gremium im Vorfeld durchgeführt, nach einer Vorstellung von verschiedenen Anbietern habe man sich schließlich für das BRK entschieden.
Dieses betreue im Landkreis zurzeit vier Einrichtungen und sei mit dem BRK Bayern vernetzt, habe eine eigene Fachberatung und Verwaltung sowie mehrere Kompetenzzentren, hieß es. Der Gemeinderat habe dazu eine Betriebsträgervereinbarung genehmigt und in diesem Rahmen auch das Personal und die Eltern darüber informiert. Sie regle den Betrieb und die Überlassung der Gebäude an das BRK, den Ausgleich der Defizite und den Bauunterhalt. Ein Mitspracherecht bei den Gebühren, Öffnungszeiten und Festsetzung des Anstellungsschlüssels behalte sich die Gemeinde jedoch vor.
Über die außerplanmäßigen Mehrausgaben im Haushaltsjahr 2023 berichtete nun Kämmerin Silke Hasselmeier. Ohne Probleme konnte die Kasse abgewickelt werden, so seien im Verwaltungshaushalt 116.384 Euro und im Vermögenshaushalt 274.518 Euro außer- und überplanmäßige Ausgaben entstanden. Die Einzelausgaben sind laut Geschäftsordnung im Rahmen der Befugnis des Bürgermeisters gewesen, dazu lagen Beschlüsse des Gemeinderates vor. Ein großes Augenmerk müsse die Gemeinde auf die Abschlagszahlungen für Fremdkindergärten haben, sie seien höher als die Einnahmen durch die Beiträge im eigenen Kindergarten.
Die Eltern haben zwar ein Wunsch- und Wahlrecht, das keine Gemeinde- und Landkreisgrenzen kennt, jedoch sollte man das schnellstmöglich in den Griff kriegen. Ziel sei es, dies mit dem neuen Träger anzugehen, ob Möglichkeiten bestehen, die Gastkinderzahlen zu senken.
Zum Regionalbudget 2024 unterstützte der Gemeinderat zwei Kleinprojekte zur Anschaffung eines Zeltes für Vereinsveranstaltungen zum Preis von 11.520 Euro und die Sanierung der Küche im Betriebsgebäude am Zeltplatz zum Preis von 3150 Euro.