„Klang(t)raum-Advent '25”: Weihnachtskonzert in der Kirche von Weigenheim | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 16.12.2025 12:55

„Klang(t)raum-Advent '25”: Weihnachtskonzert in der Kirche von Weigenheim

Die Hohenlandsbergflöhe sangen alles auswendig bei ihrem Auftritt in der Kirche von Weigenheim. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Die Hohenlandsbergflöhe sangen alles auswendig bei ihrem Auftritt in der Kirche von Weigenheim. (Foto: Sylvia Fehlinger)
Die Hohenlandsbergflöhe sangen alles auswendig bei ihrem Auftritt in der Kirche von Weigenheim. (Foto: Sylvia Fehlinger)

Einen „Klangtraum“, der die Hektik des normalen Lebens für einige Stunden vergessen ließ, zauberten die rund einhundert Mitwirkenden der vier Weigenheimer Chöre und die sechs auftretenden Solisten in die aus dem Jahr 1738 stammende evangelische Kirche von Weigenheim bei ihrem Weinachtskonzert „Klang(t)raum-Advent '25“.

Nach der Eröffnung durch Frank Schneider, dem Vorsitzenden des Männergesangvereins Weigenheim und dem Pas de deux aus „Der Nussknacker“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski mit Paul Stich an der Orgel, legten die „Hohenlandsbergflöhe“, unter der Leitung von Verena und Helene Huhn, mit „Leise rieselt der Schnee“, „Kling, Glöckchen, klinglingeling“ und „In der Weihnachtsbäckerei“, voll Begeisterung los. Sie heimsten mit ihrem mitreißenden Auftreten nicht enden wollenden Applaus ein.

Die kleinen Sangeskünstler hatten nicht nur sämtliche Lieder auswendig gesungen, sondern auch mit vielen dazu passenden Gesten untermalt, die Ivonne Geißdörfer vom Organisationsteam - wie eine Souffleuse gut versteckt vor dem Publikum – zwischen E-Piano und Altarraum vorgab.

Nach den „Flöhen“ sorgten die „Hohenlandsberg Voices“, unter der Leitung von Andrea Florencia Roldán für „Fröhliche Weihnacht“ und erinnerten mit dem besinnlich dargebrachten „Hört der Engel große Freud“ an den Sinn der Adventszeit. Nachdem der Applaus für den Auftritt der „Voices“ ausgeklungen war, erfreute das Trio aus Chiara Giese (Querflöte), Klara Merz (E-Piano) und dem zwölfjährigen Korbinian Stäck (Geige), das Publikum stilvoll mit „Go, tell it on the mountain“ und „O du fröhliche“.

30 Männer singen im Chor

Der aus 30 Sängern bestehende Männerchor des MGV 1860 stimmte, unter der Leitung von Bernd Schneider, mit dem aus Franken stammenden Lied „O freudenreicher Tag“ auf die Adventszeit ein und beendete seinen feierlichen Auftritt mit „Jubilate, leise klingen Himmelslieder“.

Chiara Giese brachte mit „Jade“ von Pierre Oktave Ferroud auf ihrer Querflöte ein außergewöhnliches Musikstück zum Erklingen, das so geschmeidig klang, wie das diesem Thema zugrunde liegende Mineral, das einst von den chinesischen Kaisern als „Himmelsstein“ bezeichnet wurde. Die Sängerin Antonia Feist entführte dann beispielsweise mit „Shake up christmas“ in den anglikanischen Raum.

Im Rathaus ging es weiter

Das Weigenheimer Doppelquartett, das aus Uli Beigel, Kurt Geißdörfer, Gerhardt Stern, Helmut Krauß, Friedrich Stäck, Frank Schneider, Martin Merz und Jörg Kistner bestand, folgte: Auffordernd sang es erst „Wach, Nachtigall, wach auf“ und dann besinnlicher „Lieber Bruder geh mit mir“. Der Höhepunkt ihres Auftritts war schließlich das „Vater unser, in domine“ von Stefan Werner, das dieses wunderschöne und abwechslungsreiche Adventskonzert abschloss.

Mit den Klängen von „Carol of the Bells“, die Paul Stich auf der Orgel improvisierte, leerte sich die vollbesetzte Kirche langsam, worauf sich das Geschehen in das daneben liegende Rathaus von Weigenheim verschob, wo die Kirchengemeinde zu Glühwein, Punsch und einem kleinen Imbiss eingeladen hatte. Hier ließ sich das Konzert noch einmal gemütlich mit anderen rekapitulieren.


Von SYLVIA FEHLINGER
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