Mit der Kommunalwahl am 8. März stehen dem Markt Dietenhofen einige Veränderungen ins Haus. Bürgermeister Rainer Erdel tritt nach zwei Wahlperioden nicht mehr an. Und auch im Marktgemeinderat ist Stühlerücken angesagt, denn acht von 20 Mitgliedern stellen sich nicht mehr zur Wahl.
Kontinuität verspricht jedoch der einzige Kandidat für das Amt des Bürgermeisters, der aktuelle Geschäftsleiter der Verwaltung, Johannes Förthner. Der 52-jährige Oberschlauersbacher ist parteipolitisch unabhängig, kann aber auf die Unterstützung aller im Marktgemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen bauen. Und auch die SPD, die diesmal wieder eine Liste aufgestellt hat, steht hinter seiner Kandidatur.
Inhaltlich positioniert sich Förthner unter anderem für eine maßvolle Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete bei konsequenter Stärkung der Innenentwicklung und dem Fokus auf der Schaffung moderner, verdichteter Wohnformen. „Mein Ziel ist, bezahlbaren und bedarfsgerechten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig sparsam mit unseren Flächen umzugehen“, so Förthner.
Besonders wichtig sei ihm auch die Zukunft der jungen Generation. „Daher möchte ich das Jugendzentrum als modernen, lebendigen Treffpunkt wiederbeleben – mit attraktiven Angeboten, verlässlicher Betreuung und echter Beteiligung der Jugendlichen.“ Dies stärke Gemeinschaft und Zusammenhalt und leiste einen Beitrag zur Prävention von Jugenddelikten oder Auffälligkeiten.
Zentrale Grundlage für die Gemeindeentwicklung bilden seiner Ansicht nach solide Finanzen. Diese sollen durch die konsequente Nutzung von Förderprogrammen sowie eine Priorisierung von Investitionen gewährleistet werden.
Förthner genießt auch das Vertrauen des scheidenden Bürgermeisters Rainer Erdel. „Johannes Förthner ist bereits gut eingearbeitet, kennt sich aus mit allem, was wichtig ist, und weiß vor allen Dingen auch, was die Gemeinde sich leisten kann und was nicht“, sagte Erdel im Gespräch mit der FLZ. Der Markt Dietenhofen sei in wichtigen Bereichen außerdem gut aufgestellt. „Man muss die Gemeinde also nicht neu erfinden.“
Ein größerer Umbruch ist im Marktgemeinderat zu erwarten, denn fast die Hälfte der aktuellen Mitglieder tritt nicht mehr an. „Hier wird es darum gehen, die Neuen einzubinden und mitzunehmen“, meint Rainer Erdel.
Besonders viele neue Gesichter finden sich auf der Liste der CSU/Freien Bürger. Hier bewirbt sich nur Andrea Feghelm um ein weiteres Mandat. Angeführt wird die Liste vom CSU-Ortsverbands-Vorsitzenden Jürgen Scheiderer. Inhaltlich stehen Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sowie eine generationenübergreifende Politik im Vordergrund.
Bei der Parteilosen Wählergemeinschaft (PWG) scheiden Wolfgang Arlt und Hans Pfeiffer aus. Die PWG legt den Akzent auf Wachstum und Entwicklung der Marktgemeinde. Sie wirbt für neue Bau- und Gewerbegebiete, aktive Wirtschaftsförderung und eine stärkere Einbindung der örtlichen Betriebe. Ein zentrales Thema ist der Erhalt kommunaler Infrastruktur.
Fast geschlossen tritt die Wählergruppe der Ortsteile (WGO) wieder an. Nur Dieter Keim steht nicht mehr zur Verfügung. Die WGO setzt ihre Schwerpunkte auf solide Finanzpolitik, die gleichwertige Entwicklung von Kernort und Ortsteilen sowie die Fortführung der kommunalen Umwelt- und Energiepolitik, etwa durch Photovoltaik und Windkraft.
Die SPD möchte 2026 nach einer Pause wieder in den Marktgemeinderat einziehen und positioniert sich klar sozialpolitisch. Im Mittelpunkt stehen Chancengerechtigkeit, Weltoffenheit und Angebote für alle Bevölkerungsgruppen.