Mit ihrer aktuellen Ausstellung „Papier“ zeigt die Künstlergruppe Art+Farbe in Dinkelsbühl erneut frische Ideen mit Werken, die bislang in der Schublade abgelegt waren. Geöffnet ist die Ausstellung im Alten Bauhof bis zum 16. März jeweils freitags, samstags und sonntags von 15 bis 17 Uhr. Auch durch die großen Schaufenster sind die Bilder von außen zu sehen.
Bei der Vernissage informierte Detlev Etteldorf die Besucher über die gezeigten Werke. Dabei verriet er, dass die Kunstschaffenden jeweils ihre eigene Handschrift hätten. Bei den Arbeiten handle es sich unter anderem um Aquarelle oder Skizzen von Akten, die bereits vor über zehn Jahren entstanden sind. Damals hätten Ingrid Hennig, Sabine Nollek und Tina Bönsch Kurse unter der Leitung von Ingeborg Kötzel aus Ansbach – teils im „Malerheim“, dem Hotel „Weißes Roß“ in Dinkelsbühl – besucht.
Tina Bönsch erzählte, dass manche dieser Skizzen in nicht einmal 15 Minuten entstanden und auf vorher kolorierten Blätter gezeichnet worden seien. Auch seien einige anschließend nachbearbeitet worden.
Papier diene als Träger-Material für kreative Prozesse – seien es Skizzen oder herausgearbeitete Zeichnungen, Arbeiten mit Acryl oder Aquarell. Ebenso werde es für Drucktechniken genutzt.
Jedes Papier habe unterschiedliche Eigenschaften. So präge das Material das Ergebnis. Diverse Papiere böten unterschiedliche Nutzungen an oder seien für das Gelingen ihrer Werke entscheidend, erklärten die Kunstschaffenden. Somit beziehe sich die aktuelle Ausstellung im Atelier der Künstlergruppe nicht nur auf die sichtbaren Ergebnisse, sondern auch auf das Material darunter.
Das bringt die Präsentation auch durch die Hängung der Werke zum Ausdruck, denn das Papier ist gleichsam „roh“, direkt und ohne Rahmung an den Wänden angebracht. Dabei mag sich der Vergleich mit Tapeten an der Wand aufdrängen. Die Besucher erwartet im Alten Bauhof damit eine einzigartige Gestaltung der Wände des Ateliers.
Zu den Öffnungszeiten der Schau sind die beteiligten Kunstschaffenden anwesend, wie es heißt. Zudem ist die Präsentation – wie gewohnt – als Schaufenster-Ausstellung jederzeit zu besichtigen.