Sichtlich beeindruckt zeigte sich Landrat Christian von Dobschütz bei seinem Besuch im Bad Windsheimer Jugendtreff Schneiderscheune vom breiten Spektrum der Angebote. Der Landkreis unterstützt die Einrichtung finanziell und von Dobschütz sieht das Geld hier gut angelegt, wie er betonte.
Bei einem Rundgang, der im zum Jugendtreff gehörenden Wallgrabengarten begann, zeigte die stellvertretende Leiterin Miriam Gabler die vielfältigen Möglichkeiten auf, die den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schneiderscheune geboten werden. Die vielfältigen Aktivitäten des kleinen Teams brachte Gabler dem Landrat in einer bilderreichen Präsentation näher.
Ob Gruppenstunden, offener Scheunenbetrieb, inklusive Disco, Hüttenstadt, Ferienprogramm, Kultur in der Schneiderscheune (KISS), Fußball- und Sportprojekte, diverse Konzerte oder die einwöchige Freizeit in Hintersee – es ist eigentlich immer etwas los in oder um die Einrichtung herum. Dazu kommt noch das FabLab, das im Jugendtreff untergebracht ist und unter anderem einmal im Monat das Reparatur-Café anbietet.
Bei allen positiven Eindrücken wies Matthias Oberth, Vorsitzender des Freundeskreises Jugendförderung, aber auch auf die immer schwierigere finanzielle Lage des Jugendtreffs hin. Da die Zuschüsse der Stadt Bad Windsheim und des Landkreises festgeschrieben sind, muss der Verein, der als Trägerverein des Hauses fungiert, die über die Jahre gestiegenen Personal- und Energiekosten aus den (überschaubaren) Rücklagen finanzieren. Dies sei nur über einen bestimmten Zeitraum leistbar, so Oberth, dem allerdings auch die schwierige finanzielle Lage von Stadt und Landkreis nicht unbekannt ist.
Beim konstruktiven Austausch entwickelte Christian von Dobschütz mit Miriam Gabler und Matthias Oberth einige Ideen, wie man inhaltlich, aber gegebenenfalls auch finanziell dem Jugendtreff etwas unter die Arme greifen kann. Für den Landrat war in jedem Fall klar, dass in der Schneiderscheune nicht nur wertvolle Arbeit geleistet wird, sondern dies auch ein Beitrag dazu ist, um jungen Menschen ein Aufwachsen in einem positiven Umfeld zu ermöglichen.
„Wer nach Studium oder Ausbildung in einer anderen Stadt irgendwann vielleicht eine Familie gegründet hat und gute Erinnerungen an seine Heimatstadt hat, der kehrt auch eher dorthin zurück, als wenn wenig Gutes aus seiner Jugend hängengeblieben ist“, sagt der Landrat, der sich dabei auf eine wissenschaftliche Studie beruft. Einrichtungen wie ein Jugendtreff oder andere jugendspezifische Angebote sind dabei ein wichtiger Baustein, um einen Anreiz zur Rückkehr zu bieten, so Christian von Dobschütz.