Wo kleine Hände Großes bewirken: Kinder übernehmen das Kommando in Mini-Rothenburg | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 20.03.2026 09:00

Wo kleine Hände Großes bewirken: Kinder übernehmen das Kommando in Mini-Rothenburg

Erste Hilfe im Mini-Krankenhaus: Mit viel Fürsorge kümmern sich die Nachwuchs-Krankenschwestern um ihre „Patientin”. Das Foto entstand bei der letzten Auflage im Jahr 2023. (Archivbild: Jugendzentrum)
Erste Hilfe im Mini-Krankenhaus: Mit viel Fürsorge kümmern sich die Nachwuchs-Krankenschwestern um ihre „Patientin”. Das Foto entstand bei der letzten Auflage im Jahr 2023. (Archivbild: Jugendzentrum)
Erste Hilfe im Mini-Krankenhaus: Mit viel Fürsorge kümmern sich die Nachwuchs-Krankenschwestern um ihre „Patientin”. Das Foto entstand bei der letzten Auflage im Jahr 2023. (Archivbild: Jugendzentrum)

Eine Modellversion der Stadt für Jungbürgerinnen und -bürger: In diesem Jahr wird es im August zum siebten Mal ein „Mini-Rothenburg” geben. Ziel des viertägigen Ferienprogramm-Angebots ist es, Kindern einen spielerischen Einblick ins echte Leben zu ermöglichen.

Über die organisatorischen Details wurde bei einem Treffen im Jugendzentrum informiert. Das Spektakel findet demnach von Dienstag, 11., bis Freitag, 14. August, im Innen- und Außenbereich des Reichsstadt-Gymnasiums statt. Bis zu 200 Kinder im Alter von acht bis 16 Jahren können die Mini-Stadt in den Bereichen Produktion, Dienstleistung und Gastronomie erleben. Das Grundkonzept soll das gesellschaftliche Leben abbilden – mit Arbeit und Freizeit, dem Geldverdienen und -ausgeben sowie mit dem Erwerb oder dem Anbieten von Dienstleistungen.

Bis zu 30 Stationen – von Müllabfuhr bis Krankenhaus

Insgesamt wird es bis zu 30 Stationen geben, an denen die Mädchen und Jungen mit einer zuvor erworbenen Lohnkarte arbeiten können, etwa als Gästeführer und Gästeführerinnen, bei der Müllabfuhr, in der Küchenstation oder im Krankenhaus. Auch eine Presseabteilung soll es geben, einen Mini-Bürgermeister oder eine Mini-Bürgermeisterin und sogar eine Gewerkschaft. Die kleinen „Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen” können auch selbst kreativ werden: Sie stellen Tontöpfe her und bepflanzen sie, bauen Nistkästen oder bemalen Keramik.

Durch die Arbeit an den jeweiligen Stationen verdienen sich die Kinder sogenannte „Tauber-Taler”, die sie bei einer Bank erwerben und wie echtes Geld gegen gesunde Snacks, einen Kinobesuch oder einen Ausflug in den Freizeitbereich mit Hüpfburg eintauschen können. Insgesamt dürfen pro Tag viereinhalb Stunden Arbeitszeit auf höchstens neun Stationen verteilt werden. Das verdiente Geld soll noch am selben Tag ausgegeben werden, um seiner Entwertung, also einer „Inflation”, am Ende der viertägigen Mini-Stadt vorzubeugen.

Immer auf der Suche nach Freiwilligen

Bei der Organisation der Mini-Stadt haben die drei Hauptberuflichen des Jugendzentrums, Charly Ehnes, Ulrike Laudenbacher-Herud und Martin Wilhelm, die Federführung. Zudem werden rund 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer benötigt. Das Team hofft hier auf Freiwillige, die sich telefonisch beim Jugendzentrum melden können, und zwar unter der Nummer 09861/1333. Helferinnen und Helfer müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Essen und Getränke sind kostenfrei für die Ehrenamtlichen. Die nächste Zusammenkunft für Helfer und Helferinnen ist am Dienstag, 9. Juni, um 18.30 Uhr im Reichsstadt-Gymnasium geplant.

Damit die Mini-Stadt gelingen kann, werden stets Firmen gesucht, die sich mit einer Station oder einem Bespaßungsangebot einbringen. Die Unternehmen könnten die Präsenz in Mini-Rothenburg auch nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen und mögliche Auszubildende zu finden, betonten die JuZe-Verantwortlichen.


Von Leonie Lang
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