Langeweile im Bett: Wie spreche ich an, was mir Lust macht? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 27.04.2026 00:07

Langeweile im Bett: Wie spreche ich an, was mir Lust macht?

Alltag, Stress, Hormone: Lust verändert sich im Laufe der Beziehung. Gut, wenn beide darüber im Gespräch bleiben. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Alltag, Stress, Hormone: Lust verändert sich im Laufe der Beziehung. Gut, wenn beide darüber im Gespräch bleiben. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Alltag, Stress, Hormone: Lust verändert sich im Laufe der Beziehung. Gut, wenn beide darüber im Gespräch bleiben. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Gegen Langeweile im Bett hilft: etwas Neues ausprobieren. Das kann nach Jahren in einer Beziehung aber Überwindung kosten. Sexuelle Wünsche und Bedürfnisse mitzuteilen, ist in einer Partnerschaft aber enorm wichtig. Wie geht es am besten? 

Die Vorbereitung: Klarheit über Bedürfnisse gewinnen

Sexuelle Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens ändern – unter anderem bei größeren hormonellen Änderungen wie Schwangerschaft, Wechseljahren oder Testosteron-Rückgang. Das zu wissen, kann schon dabei helfen, neue Wünsche und Bedürfnisse auch nach Jahren der Beziehung zu kommunizieren.

Klarmachen kann man sich auch: „Es ist normal, dass Partner unterschiedliche Bedürfnisse haben“, sagt Petra Beschoner. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin und Ärztliche Leiterin der Akutklinik Bad Saulgau. „Darüber in einer Partnerschaft regelmäßig im Austausch zu sein, ist ausgesprochen empfehlenswert für ein erfülltes Sexualleben und eine glückliche Partnerschaft.“

Das Gespräch: Mit Ruhe, Offenheit und Verständnis 

Und so klappt das am besten: Für ein Gespräch über sexuelle Bedürfnisse sollte es einen geeigneten Zeitpunkt und Rahmen geben: ausreichend Zeit, Entspannung, keine Störungen von außen.

Das Gespräch sollte außerdem gut vorbereitet sein. Welche Fantasien und Wünsche habe ich, wie möchte ich sie umsetzen? Beides sollte man dann möglichst klar und selbstsicher mitteilen. Das macht es der anderen Seite leichter, sie ernst zu nehmen. 

Ebenfalls wichtig: Der anderen Seite zuhören, Verständnis und Geduld aufbringen und nicht direkt auf eine Reaktion drängen. Und auch akzeptieren, wenn der Partner oder die Partnerin einen Wunsch nicht erfüllen möchte.

„Es geht darum, gemeinsam neue Wege der Intimität zu erkunden und in der Sexualität Formen der Nähe und Verbindung zu schaffen, die für beide angenehm und befriedigend sind“, sagt Petra Beschoner.

Gibt es größere Probleme, kann ein Sexualberater, eine Sexualtherapeutin oder eine Paartherapie helfen.

© dpa-infocom, dpa:260426-930-996863/1


Von dpa
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