Naturschützer: Immer weniger Vögel in Bayerns Gärten | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 27.01.2026 12:32

Naturschützer: Immer weniger Vögel in Bayerns Gärten

Der Haussperling, der vor allem als Spatz bekannt ist, wurde bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2026 am häufigsten gezählt. (Symbolbild) (Foto: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa)
Der Haussperling, der vor allem als Spatz bekannt ist, wurde bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2026 am häufigsten gezählt. (Symbolbild) (Foto: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa)
Der Haussperling, der vor allem als Spatz bekannt ist, wurde bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2026 am häufigsten gezählt. (Symbolbild) (Foto: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa)

Immer weniger Vögel sind nach Angaben von Naturschützern in Bayerns Gärten unterwegs. Bei der bayernweiten Zählaktion „Stunde der Wintervögel“ vom 9. bis 11. Januar hätten die Teilnehmenden deutlich weniger Tiere und Arten registriert als in früheren Jahren, teilte der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein (Landkreis Roth) mit.

Im laufenden Winter hätten die eisigen Temperaturen und der Schnee vielen Vögeln die Suche nach Futter erschwert, erklärte Angelika Nelson, Biologin beim LBV. Zugleich sei der in milderen Wintern übliche Einflug von Wintergästen aus nördlicheren Regionen wie etwa Bergfinken oder Erlenzeisigen ausgeblieben. Außerdem seien Arten wie der Kranich, die bis dahin in Bayern geblieben waren, angesichts der Kälte fluchtartig nach Süden geflogen.

Am häufigsten wurde der Spatz gesichtet

Bei der „Stunde der Wintervögel“ haben nach Angaben des LBV rund 29.600 Teilnehmende in mehr als 21.300 Gärten und Parks insgesamt 626.600 Vögel gezählt. Das entspricht im Durchschnitt 29 Vögeln pro Garten, zwei weniger als im Vorjahr. Am häufigsten wurde dem Verband zufolge der Haussperling - auch als Spatz bekannt - gesichtet, dahinter folgten Kohlmeise und Feldsperling.

Der LBV spricht von einem kontinuierlichen Rückgang der Vogelzahlen in den Gärten. Sowohl die Artenvielfalt als auch die Zahl der Tiere nehme seit Jahren ab. Die Ursachen dafür seien komplex. Unter anderem gebe es immer weniger geeignete Lebensräume für Vögel und es fehle an Insekten zur Aufzucht der Jungtiere.

© dpa-infocom, dpa:260127-930-602896/1


Von dpa
north