Die Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv hat einen neuen Vorsitzenden. Die Nachfolge von Benett Burkert tritt Jürgen Froelich an. Der bisherige Stellvertreter ist zwar kein Geschäftsinhaber, aber seit 16 Jahren freiwilliges Fördermitglied. Neuer zweiter Stellvertreter ist Oliver Röder, Dritte im Bunde bleibt Elisabeth Seeg-Probst.
Als neuer Schriftführer fungiert Thomas Kallenborn. Nicht neu gewählt werden musste Kassier Rainer Muck.
Grund für die außerordentlichen Neuwahlen in der Hauptversammlung war der Rücktritt von Benett Burkert. Der 25-Jährige hatte bereits vor mehr als einem Jahr angekündigt, das Amt, das er vier Jahre inne hatte, aus beruflichen und privaten Gründen nicht weiterführen zu können. Er sei froh, mit Jürgen Froelich einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben.
Dieser nannte in einer kurzer Ansprache einige Ziele. Wichtig seien gemeinschaftliche Werbeaktionen, Veranstaltungen und Marketingmaßnahmen. Einzelhändler, Firmen und Dienstleister sollten geschlossen auftreten. Wichtig sei es zudem, die verschiedenen Schwerpunkte der Mitglieder zu berücksichtigen und Netzwerke aufzubauen. Es gelte zudem, Kontakte zu gesellschaftlich relevanten Gruppen und Institutionen aufzubauen „So profitieren alle davon.“
„Wir sind für die Mitglieder da und helfen bei Problemen – kostenlos.“ Als ein weiteres Ziel nannte der neue Mann an der Spitze, weitere Mitglieder und Fördermitglieder zu gewinnen. „Je größer die Gemeinschaft, desto besser funktioniert sie.“ Noch unterzeichnet werden soll zudem der Kooperationsvertrag mit der Stadt.
Vor der Wahl der neuen Führung hatte Burkert über die Ereignisse des Vorjahres berichtet. Es begann mit dem Frühlingsfest, das rückblickend eines der erfolgreichsten seiner Art gewesen sei. Rekordbesuche hatten auch die Fahrzeughändler von der „Automeile“ vermeldet.
Nicht den erhofften Anklang fand hingegen das Lange Kultur- und Einkaufswochenende im Juli, das statt der Langen Kultur- und Einkaufsnacht stattfand. Man hatte seitens der Werbegemeinschaft damit auf Wünsche von Mitgliedern reagiert. Diese hatten für eine Abweichung von den langen Öffnungszeiten plädiert, da in vielen Läden die Kunden fehlten und bei der bisherigen Veranstaltungsform die Kultur dominiert hatte. Vereine boten bei der neuen Version am Samstag ein buntes Programm in der Innenstadt, Geschäfte hatten länger auf, auf dem Marktplatz gab es ein großes Open-Air mit der Band Motion. Aber: „Die Frequenz war rückblickend leider nicht so gut wie erhofft“, resümierte Burkert. Die Folge: Nach einer Rückmeldungsrunde mit der Stadtverwaltung herrscht nun die Meinung vor, doch wieder zur Langen Kultur- und Einkaufsnacht zurückzukehren. Allerdings sollen die Läden nicht mehr bis Mitternacht geöffnet sein, zudem ist ein geeignetes Nachmittagsprogramm geplant.
Im Jahreslauf ging es danach mit dem Herbstfest und – in der Vorweihnachtszeit – mit Auftritten des neuen Christkindes weiter.
In seinem letzten Bericht würdigte der scheidende Vorsitzende ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, mit der man nun noch enger zusammenarbeitet, um den ehrenamtlichen NEA-Aktiv-Vorstand insbesondere bei Veranstaltungen zu entlasten. Dadurch könne man sich seitens der Werbegemeinschaft wieder intensiver mit neuen Konzepten für die Mitglieder auseinandersetzen. Im Rahmen der Umgestaltung des städtischen Kulturamtes sei das Amt für Stadtmarketing entstanden, das NEA-Aktiv tatkräftig unterstützen wird.
Kurz streifte Burkert noch das Thema NEA-Taler, den neuen landkreisweiten Gutschein. Dieser werde gut angenommen. Die Zahl der Akzeptanzstellen bezifferte er auf mehr als 80 im Landkreis. Als Vorteil des Systems nannte er die reibungslose und automatische Verrechnung. Eingestellt wurde die NEA-Card. Kunden mit Restguthaben – sei es auf der Karte, das dann in Gutscheine getauscht wird, oder die schon einen NEA-Card-Gutschein haben – können diese bis Ende 2024 einlösen.
Am Ende seines Berichtes dankte Burkert dem Vorstandsteam für die gute Zusammenarbeit. Er habe versucht, frischen Wind in die Werbegemeinschaft zu bringen, so sein persönliches Fazit.
Dies sei ihm bestens gelungen, bescheinigte ihm Bürgermeister Klaus Meier. Meier sprach dem erst 25-Jährigen ein Kompliment für dessen großartiges Engagement aus und betonte, dass man der Werbegemeinschaft seitens der Stadt gern geholfen habe. Das Stadtmarketing sei nun mit erfahrenen Leuten aufgerüstet worden. „Wir sitzen alle in einem Boot, wollen die Innenstadt erhalten und retten, was zu retten ist.“ Mit Verschönerungsmaßnahmen trage auch die Verwaltung dazu bei, die Innenstadt attraktiv und lebendig zu erhalten.