Ein neues Autohaus der Feser-Breitschwert GmbH für VW und VW-Nutzfahrzeuge entsteht in Burgoberbach. Mancher fragt sich: Wie geht’s dann beim Autohaus Breitschwert mit Sitz in Ansbach weiter? VW gilt als dessen „Herzmarke“. Klaus Dieter Breitschwert tritt Zweiflern entgegen. Sogar das Markenspektrum erweitert sich.
Noch dieses Jahr soll der Betrieb an der Bundesstraße 13 in Burgoberbach eröffnen. Knapp sechs Millionen Euro sind als Investitionssumme im Gespräch. Die Feser-Graf-Gruppe in Nürnberg und die Georg Breitschwert GmbH in Ansbach kooperieren in Burgoberbach schon seit dem Jahr 2017 neben dem neuen Komplex: mit zwei weiteren Autohäusern für Audi sowie für Seat, Cupra und Škoda.
Manche Stimmen fragen seit dem Spatenstich in Burgoberbach, was dann in Zukunft im Autohaus Breitschwert passiert – und befürchten gar, dass es bald weniger Service anbietet. Sein Sitz ist in der Nürnberger Straße in Ansbach. Weitere Standorte sind in der Bandelstraße in Ansbach wie auch in Feuchtwangen und in Heilsbronn.
Bekannt ist die Firma vor allem für Volkswagen. Der Firmengründer Georg Breitschwert, Klaus Dieter Breitschwerts Vater, begann 1947 in Ansbach mit einem VW-Vertrag und einer Shell-Tankstelle.
„Wir bieten für die bisherigen Marken an den einzelnen Standorten wie bisher die bewährten Dienstleistungen in gewohnter Weise an“, blickt nun der geschäftsführende Gesellschafter der Firmengruppe, Klaus Dieter Breitschwert, auf Anfrage voraus. Neben VW und VW-Nutzfahrzeuge sind das Kia, Seat und Cupra sowie Škoda.
Über den Werkstattservice hinaus gebe es überall Gebraucht-, Dienst-, Jahres- und Neuwagen zu kaufen. Die Kunden des Autohauses erhielten unlängst ein Schreiben mit der Überschrift „Für Sie neu gedacht: Unser Weg zu mehr Service und Qualität!“. Es liegt der Fränkischen Landeszeitung vor. Klaus Dieter Breitschwert und Geschäftsführer Karl-Heinz Breitschwert, einer seiner Neffen, unterzeichneten es.
„Ab dem Jahresende werden wir unseren Fokus noch verstärkter auf Gebrauchtwagen, Dienstwagen, Jahreswagen und umfassenden Service für die Marken Volkswagen und Škoda in Ansbach legen“, heißt es darin. „Im Bereich Neuwagen haben wir Suzuki mit in unser Angebotsspektrum aufgenommen.“
Die japanische Marke zog am Standort Ansbach jetzt neu ein. „Wir wollen wachsen“, formulierte Daniel Schnell als Deputy Managing Director, also stellvertretender Geschäftsführer, der Suzuki Deutschland GmbH zur Vertragsübergabe.
Das Produkt reiche dafür nicht. „Wir brauchen ein professionelles Händlernetz.“ Demnächst kommt ins Autohaus in Ansbach laut Breitschwerts Worten noch die chinesische Pkw-Marke MG.
Wer in den Handelsregisterauszug blickt, erkennt, dass bei der Georg Breitschwert GmbH mit Sitz in Ansbach auch die Gesellschafterstruktur geändert ist. Früher zu gleichen Teilen auf beide Familienstämme verteilt, kommen Klaus Dieter Breitschwert jetzt 76 und seinem Neffen Karl-Heinz 24 Prozent der Anteile an dem Unternehmen zu.
„Das hängt mit dem VW-Autohaus in Burgoberbach zusammen“, bemerkt Klaus Dieter Breitschwert auf Anfrage, ohne mehr zu verraten. Der Betrieb in Feuchtwangen gehört ihm allein. Der Breitschwert-Standort in Rothenburg zählt laut seinen Angaben nicht mehr zum Firmenverbund, sondern ist im Eigentum seines Neffen Thomas Breitschwert.
Zu den Autohäusern mit der Feser-Graf-Gruppe in Burgoberbach stellt Klaus Dieter Breitschwert fest: „Es ist die Strategie großer Hersteller, dass sie alles an einem Standort haben möchten.“ Feser-Breitschwert habe dies ermöglicht.
Dieser Text wurde erstmals am 24. Juli 2024 publiziert.