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Veröffentlicht am 07.12.2023 07:00

Neustädter Christkind eröffnet am Freitag den Weihnachtsmarkt

Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft, Lilly Bertlein, und Elisabeth Seeg-Probst beim Beantworten der Weihnachtspost.  (Foto: Ute Niephaus)
Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft, Lilly Bertlein, und Elisabeth Seeg-Probst beim Beantworten der Weihnachtspost. (Foto: Ute Niephaus)
Das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft, Lilly Bertlein, und Elisabeth Seeg-Probst beim Beantworten der Weihnachtspost. (Foto: Ute Niephaus)

Ihren ersten Einsatz hat Lilly Bertlein, das Christkind der Neustädter Werbegemeinschaft NEA-Aktiv, mit Bravour gemeistert. Am Freitag schaltete die 16-Jährige die Weihnachtsbeleuchtung in Neustadt ein. Aufgeregt war die Zehntklässlerin nicht mehr. Für sie ist es schon die zweite Saison in himmlischer Mission.

„Es hat viel Spaß gemacht“, sagt die Realschülerin, die im nächsten Jahr ihren Abschluss machen wird. Einen Ausbildungsplatz hat sie bereits in der Tasche. Sie wird eine Lehre als Bankkauffrau beginnen. Dann geht es ums Geld, um das sich ein Christkind bekanntlich nicht kümmern muss.

Am Freitag, 8. Dezember, wird sie mit Bürgermeister Klaus Meier den Weihnachtsmarkt um 16 Uhr auf dem Marktplatz eröffnen und die großen und kleinen Besucher mit ihrer Ansprache erfreuen. Diese muss noch formuliert werden, verrät sie. Doch das dürfte kein Problem sein.

Als Fotomotiv höchst begehrt

Eh sie sich versieht, wird sie dann wieder von zahlreichen Mädchen und Jungen umringt sein, die eine der süßen Leckereien aus ihrem beleuchteten Körbchen ergattern möchten. Aber auch sonst ist das Christkind gefragt, und zwar als begehrtes Fotomotiv. Denn wer will nicht die Chance nutzen, ein Bild mit dem blond gelockten „Himmelsgeschöpf“ und dem eigenen Nachwuchs zu schießen?

Für viele ist dies nicht nur eine nette Erinnerung, sondern eine schöne Geschenkidee für Großeltern und Verwandte. Nach der Eröffnung wird Lilly Bertlein, wie auch am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Dezember, versuchen, ihre Runde durch die Budengassen des Weihnachtsmarktes zu drehen.

Kinder erzählen ihre Wünsche

Oft kommt sie nur langsam oder gar nicht voran. Wenn die Mädchen und Jungen sie sehen oder die Glöckchen an ihrem Gürtel hören, strömen sie zu ihr. Ab und zu erzählten ihr die Kleinen im vergangenen Jahr ihre Wünsche. „Ein Junge hatte eine sehr lange Liste“, erinnert sie sich lächelnd.

In der Stadt anzutreffen ist sie zudem an den Adventssamstagen von 10 bis 12 Uhr. Ihr Körbchen wird immer gut gefüllt sein. Dafür sorgt ein Team unter Federführung von Elisabeth Seeg-Probst, dritte Vorsitzende von NEA-Aktiv. Sie hilft ihr darüber hinaus, die Weihnachtspost zu beantworten, die im weißen, geschmückten Briefkasten unter den Rathausarkaden landet. Dieser hängt dort, so ist es geplant, bis zum dritten Advent. Die ersten Briefe trudelten bereits ein. 100 Exemplare waren es im vergangenen Jahr, erinnert sich Seeg-Probst.

Antwort mit persönlicher Note

Sie alle werden beantwortet, mit einer persönlichen Note, betonen das Christkind und seine fleißige Helferin. Neben den materiellen Dingen, die – je nach Alter – aufgeschrieben oder aus Prospekten aufgeschnitten und dann aufgeklebt werden, wünschen sich die Mädchen und Jungen, dass erkrankte Familienmitglieder wieder gesund werden, zudem ein Ende der Kriege und möglichst Frieden. Auch das berührt immer wieder. Einige wünschen aber auch dem Christkind einfach alles Gute und schöne Weihnachten.

Bis zum Fest hat das Christkind noch einiges zu tun. Dazu gehört unter anderem der Besuch der Seniorenweihnachtsfeier von Stadt und Seniorenrat am Donnerstag, 14. Dezember, ab 14.30 Uhr in der NeuStadtHalle. Noch aus dem Vorjahr weiß die Unternesselbacherin, dass sich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen, sie zu sehen und oft ganz gerührt sind. Unterwegs ist das Christkind der Werbegemeinschaft übrigens nur in Neustadt.

Lilly Bertlein, die gern golfen geht und das Skifahren liebt, bereitet ihre Aufgabe viel Freude. „Wenn man sieht, wie sich die Kinder über das Christkind freuen, ist dies das Schönste“, schwärmt sie. Da wird ihr ganz warm ums Herz. Deshalb war es auch keine Frage, dass sie in diesem Jahr noch einmal in das weiß-goldene Gewand schlüpft.

Blonde Perücke sieht gut aus und hält warm

Auch wenn sie im Außeneinsatz ist, muss sie darin nicht frieren. Dafür sorgen die drei Lagen der Robe, zwei übereinandergezogene dicke Pullis, eine warme Hose, Socken und Stiefel. „Die Perücke ist wie eine Mütze“, erzählt die 16-Jährige. Kalte Ohren muss sie also nicht fürchten. Falls nötig, kann die Robe noch mit einem Schal und Handschuhen ergänzt werden.

Mangels Flügeln kann sie leider nicht zu ihren Einsätzen fliegen. Als Chauffeure sind deshalb die Eltern im Einsatz, die statt eines Schlittens aufs Auto zurückgreifen. Nun müssen die Kinder nicht mehr lange warten: Am Freitag können sie das Neustädter Christkind wieder sehen.

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