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Veröffentlicht am 21.08.2026 11:19, aktualisiert am 21.08.2026 16:39

Polizisten angefahren - Autofahrer in Psychiatrie

Ein Autofahrer hat einen Polizisten angefahren. (Foto: --/München TV/dpa)
Ein Autofahrer hat einen Polizisten angefahren. (Foto: --/München TV/dpa)
Ein Autofahrer hat einen Polizisten angefahren. (Foto: --/München TV/dpa)

Ein Mann, der bei Ismaning gezielt einen Polizeibeamten angefahren haben soll, ist einstweilig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden. Ein Haftrichter habe einen Unterbringungshaftbefehl erlassen, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Gegen den Mann ermittelt die Mordkommission wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Autofahrer blieb unverletzt, der Beamte kam ins Krankenhaus, er sei dienstunfähig, aber nicht schwer verletzt, hieß es. 

Schüsse auf Wagen - Reifen platt 

Beamte hatten an einer Tankstelle in Ismaning im Landkreis München einen rücksichtslosen Autofahrer beobachtet, der mit seinem Verhalten auch eine unbeteiligte Frau gefährdete. Als die Polizisten den Mann kontrollieren wollten, sei dieser mit hohem Tempo davongefahren, hieß es. Die Beamten folgten ihm. 

Erst nach einiger Zeit gelang es der Polizei, den Mann zu stoppen. „Plötzlich hat er Gas gegeben und einen der Beamten angefahren“, schilderte der Polizeisprecher. Der andere Polizist schoss auf das Fahrzeug. Ziel sei es gewesen, den Wagen zu stoppen. Das Fahrzeug wurde auch getroffen. Nach dem Vorfall seien auch zwei Reifen platt gewesen. Ob sie von Schüssen getroffen oder bei der Verfolgungsfahrt beschädigt wurden, sei noch unklar. 

Drohne und Hunden suchen nach Flüchtigem

Danach floh der Mann weiter - erst mit dem Auto, dann zu Fuß. Nach einer großangelegten Fahndung mit einer Vielzahl von Streifen, einem Hubschrauber, einer Polizeidrohne und Diensthunden wurde er schließlich auf einem Grundstück entdeckt und festgenommen. Die Frau, die durch das Fahrverhalten des Mannes gefährdet wurde, habe sich inzwischen bei der Polizei gemeldet.

Wie stets bei Schüssen durch Polizeibeamte werde nun auch die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Schussabgabe geprüft, hieß es weiter.

Schon kurz nach der Festnahme stand bei dem mutmaßlichen Täter eine psychische Ausnahmesituation im Raum. Er war der Polizei bereits bekannt, überwiegend wegen Gewaltkriminalität.

Vor wenigen Tagen: Schuss aus Polizeiwaffe verletzt Schüler 

Erst am Dienstag hatte ein Beamter im Münchner Stadtteil Schwabing mit einem Schuss einen 14-Jährigen schwer verletzt, der auf offener Straße mit einer täuschend echt aussehenden Softair-Pistole hantiert hatte. 

Über den Hergang gibt es verschiedene Darstellungen. Laut Polizei hatten Zivilbeamte den Jugendlichen von hinten angesprochen und aufgefordert, die Waffe fallen zu lassen. Er habe sich aber mit der mutmaßlichen Waffe in der Hand zu den Polizisten umgedreht. Daraufhin habe ein Beamter geschossen. Aus dem Umfeld des Schülers, der diesen Angaben zufolge kurdischer Abstammung ist, hieß es, er habe gerufen, die Polizei solle nicht schießen, es sei eine Spielzeugwaffe.

© dpa-infocom, dpa:260821-930-561933/3


Von dpa
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