Viel näher hätte Daniel Klose gar nicht rankommen können. Bei der Darts Super League, einem der letzten Quali-Turniere für die Weltmeisterschaft im Dezember, unterlag der 46-Jährige erst im Endspiel und verpasste seine erste WM-Teilnahme nur um Haaresbreite.
Klose, der aus Bechhofen stammt, in Flachslanden wohnt und für den DC LaBamba aus Bad Windsheim in der Bundesliga spielt, hatte sich als einer der Favoriten für die Darts Super League qualifiziert. In der PDC Europe Next Gen Serie zeigte er über das Jahr hinweg gute Leistungen und schloss deren Order of Merit auf Rang 1 ab. So war er einer der vier Gruppenköpfe in der Vorrunde des 24 Teilnehmer starken Feldes.
Einzig der Sieger würde eines der letzten der 128 Tickets für das WM-Turnier im berühmten Alexandra Palace („Ally Pally”) in London erhalten. Der Druck war also groß, doch Klose wurde seiner Favoritenrolle insgesamt gerecht.
Die Vorrunde schloss Klose mit acht Siegen in zehn Matches als Gruppenerster ab. Nur Andree Welge (Bremen) und Dragutin Horvat (Kassel) unterlag er, wobei er jeweils das Rückmatch gewann. Durch die K.o.-Phase marschierte Klose: Er schlug Tim Scholz (Osseltshausen) 6:3, Mika Donnevert (Wemmetsweiler) 6:1 und Liam Maendl-Lawrance (München) 7:3.
Im Endspiel traf der ehemalige Tour-Card-Holder auf Arno Merk (Peine), der 2010 mal als das größte deutsche Talent gegolten hatte, dann aber in der Versenkung verschwunden war – und nun zurück ist. Zum Leidwesen von Klose war Merk in Hildesheim in starker Form.
Merk legte mit einer starken Doppelquote und einem 152er-Checkout bis zum 6:4 vor. Klose kam noch einmal zurück und glich zum 6:6 aus. Doch mit einem 116er-Finish und einem 15-Darter stellt Merk auf 8:6 und siegte. Er ist damit einer von bisher acht deutschen WM-Teilnehmer, so viele wie noch nie.