Einfach Packung oder Dose auf und in Pfanne, Topf oder Röhre erhitzen - fertig! Der große Vorteil von Fertiggerichten ist zweifellos, dass sie ruckzuck gemacht sind. Doch sind sie auch günstiger als selbstgekochte Gerichte? Oftmals sind sie es nicht - und schon gar nicht gesünder als vergleichbare Fertiggerichte. Das zeigt ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Hamburg.
Die Verbraucherschützer bereiteten fünf beliebte Gerichte zu - Pizza Margherita, Bolognese, Pfannkuchen, Linseneintopf und Wraps mit Thunfisch - und verglichen Preise, Zutaten, Zeitaufwand und Geschmack mit vergleichbaren Fertiggerichten. Ihr Fazit: Die Fertiggerichte punkteten mit einer kurzen Zubereitungszeit, die Hersteller sparten aber an wertgebenden Zutaten. Was den Marktcheckern im Einzelnen auffiel:
In zwei Fällen waren die Fertiggerichte deutlich teurer als die selbstgekochten Varianten:
„Fertigprodukte sind keineswegs automatisch die günstige Alternative. Wer wertschätzt, was auf dem Teller landet, kommt beim Selbstkochen in der Regel besser weg“, so Frederike Rauer, Referentin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale Hamburg.
Für sie sind die größten Vorzüge selbstgemachter Gerichte, dass sie sich durch frische, werthaltige Zutaten auszeichnen und wenig Salz, kaum Zucker und auch keine zugesetzten Geschmacks- und Konservierungsstoffe enthalten. „Selbstgekochte Gerichte sind einfach die gesündere Wahl“, fasst Rauer zusammen.
Eine Ausnahme war für die Marktchecker allerdings unübersehbar: Bolognese:
Wie lautet das Fazit der Verbraucherschützer?
Der größte Vorteil der Fertiggerichte ist ihre kurze Zubereitungszeit. Die meisten waren in weniger als einer Viertelstunde zubereitet, die Wraps sogar sofort verzehrfertig.
Beim Geschmackstest gewannen bei vier Gerichten die frisch zubereiteten Varianten. Die Tester lobten die angenehmere Konsistenz, die Würzung und den höheren Anteil an Fleisch und Gemüse. Lediglich bei den Wraps endete der Test unentschieden.
ZUM MARKTCHECK: Die Verbraucherschützer kauften in vier Supermärkten und Discountern (Edeka, Aldi, Lidl, Penny) die jeweils günstigsten Fertiggerichte. Die Zutaten für die frisch gekochten Varianten kauften sie im selben Laden ein. Die Verkostung erfolgte blind durch jeweils drei Testpersonen.
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