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Veröffentlicht am 02.09.2026 15:50

Sicher spenden nach der Sturzflut in Nepal

Mit Bedacht auswählen, wohin das Geld geht: Spenden an anerkannte Organisationen helfen Betroffenen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Mit Bedacht auswählen, wohin das Geld geht: Spenden an anerkannte Organisationen helfen Betroffenen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Mit Bedacht auswählen, wohin das Geld geht: Spenden an anerkannte Organisationen helfen Betroffenen. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)

Die von einem Gletscherabbruch ausgelöste Sturzflut im Himalaya sorgt auch in Deutschland für Trauer und Bestürzung. Die Zahl der Todesopfer ist inzwischen auf weit über 1.000 Menschen angewachsen, noch immer werden Tausende vermisst. Zudem sind Häuser, Kraftwerke, Brücken und Straßen zerstört. Wer vor Ort tätige Hilfsorganisationen unterstützen möchte, kann das mit einer Spende tun. 

Aber wie kann ich sicher sein, dass das Geld auch wirklich dort ankommt, wo es gebraucht wird? Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) hat eine Liste all jener Organisationen zusammengestellt, die im Katastrophengebiet tätig sind oder vor Ort tätige Partner unterstützen und zu Spenden zugunsten der Opfer der Sturzflut in Nepal aufrufen. Sie alle sind mit dem DZI-Spenden-Siegel als Zeichen für besondere Förderungswürdigkeit ausgezeichnet. Der Liste, die sich auf der Webseite des DZI findet, können Interessierte nicht nur die Namen der Organisationen, sondern auch deren Adressen und Kontoverbindungen entnehmen.

Diese Tipps helfen Ihnen bei der Auswahl

Für alle, die sich lieber selbst noch einmal umschauen und für eine Organisation entscheiden wollen, hält das DZI folgende Tipps bereit:

  1. Kompetenz hat Vorrang: Bevor Sie überweisen, sollten Sie prüfen, ob die jeweilige Organisation die nötige Kompetenz hat, vor Ort wirksam und effizient zu helfen. Dafür muss sie die Bedingungen vor Ort kennen sowie gut vernetzt mit den Behörden und anderen Hilfsorganisationen im Katastrophengebiet sein.
  2. Lieber Geld als Dinge spenden: Geldspenden können Hilfsorganisationen flexibel und effizient einsetzen - insbesondere dann, wenn die Überweisung nicht zweckgebunden ist. Sachgüter sollten Sie nur spenden, wenn seriöse Organisationen gezielt darum bitten oder die Bitte von Betroffenen kommt, die Sie persönlich kennen und der sichere Transport der Dinge dorthin gewährleistet ist.
  3. Schnell, aber nicht vorschnell spenden: Fallen Sie nicht auf Trittbrettfahrer herein, die bei großen Katastrophen auch an die Öffentlichkeit treten. Fehlt es ihnen an Kompetenz, versickert ein Großteil der Spenden in der Verwaltung oder werden Gelder zur privaten Bereicherung missbraucht, ist Ihre Spende dort nicht gut aufgehoben. Klopfen Sie die gewünschte Organisation daher gründlich ab - zum Beispiel anhand der DZI-Checkliste für sicheres Spenden.
  4. Bei Spendenaufrufen in sozialen Netzwerken besonders vorsichtig sein: Bei Social Media gibt es dem DZI zufolge bislang keine sicheren Mechanismen für die Auswahl der veröffentlichten Spendenkonten. Umso wichtiger ist hier vorab die Überprüfung. Gerade Spendenaufrufen von Privatpersonen oder Firmen im Netz sollten Sie nur dann folgen, wenn Sie diese persönlich kennen und ihnen vertrauen.

Spenden sind steuerlich absetzbar

Übrigens: Spenden kommen nicht nur Betroffenen zugute. Sie können auch Ihre Steuerlast senken. Dafür tragen Sie die Spenden, die an eine steuerbegünstigte Organisation gegangen sein müssen, in die Anlage Sonderausgaben der Steuererklärung ein. Absetzbar sind Spenden von bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der eigenen Einkünfte. 

Bei Spenden bis zu einer Höhe von 300 Euro genügt ein Kontoauszug oder Online-Zahlungsbeleg als Nachweis. Darüber braucht es oft eine Zuwendungsbestätigung der Empfängerorganisation. In Katastrophenfällen gelten jedoch teils Ausnahmen - und Finanzämter sind weniger streng.

© dpa-infocom, dpa:260902-930-622811/1


Von dpa
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