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Veröffentlicht am 07.08.2026 09:10

Sommer, Sonne, Zyklus-Chaos: So bleibt Verhütung sicher

Muss man sich kurz nach der Pilleneinnahme übergeben oder hat Durchfall, ist der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. (Foto: Annette Riedl/dpa)
Muss man sich kurz nach der Pilleneinnahme übergeben oder hat Durchfall, ist der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. (Foto: Annette Riedl/dpa)
Muss man sich kurz nach der Pilleneinnahme übergeben oder hat Durchfall, ist der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. (Foto: Annette Riedl/dpa)

Sommerurlaub, Sonne, Meer - und plötzlich dreht der Zyklus durch. Die Periode kommt früher, bleibt aus oder fällt stärker aus. Die Zeitverschiebung erschwert die Pilleneinnahme und ein Magen-Darm-Infekt womöglich auch noch die Aufnahme des Wirkstoffs. Wie sorgt man da für eine zuverlässige Verhütung? 

Pille und Zeitverschiebung

Veränderte Tagesabläufe und die Zeitverschiebung können die Einnahmeroutine durcheinanderbringen. Wer ein orales Verhütungsmittel einnimmt, sollte sich vor der Reise noch einmal über das genaue Einnahmefenster in der Packungsbeilage informieren, so der Berufsverband für Frauenärztinnen und Frauenärzte (BVF). 

Eine Zeitverschiebung macht die Verhütung nicht automatisch unwirksam. Aber: Wichtig ist, dass der zulässige Abstand zwischen zwei Tabletten nicht überschritten wird. Bei unterschiedlichen Präparaten und Wirkstoffen gibt es erhebliche Unterschiede, so der Verband. Das gilt besonders für reine Gestagenpillen.

Erbrechen und Durchfall

Bei Erbrechen kurz nach der Einnahme oder länger anhaltendem Durchfall kann es passieren, dass der Wirkstoff der Pille nicht vollständig aufgenommen wird. In einem solchen Fall sollten Betroffene in der Packungsbeilage den Hinweisen für eine vergessene Einnahme folgen, so der BVF. 

Wichtig: Nur oral eingenommene Verhütungsmittel werden durch Magen-Darm-Erkrankungen beeinträchtigt. Kupfer- und Hormonspiralen sowie Verhütungsimplantate behalten ihre Wirkung. 

Temperatur kann verfälscht sein

Wer mit der sogenannten symptothermalen Methode verhütet, also regelmäßig Temperatur misst, sollte laut dem Verband der Frauenärztinnen und Frauenärzte vorsichtig sein. Veränderte Messzeiten, kurze oder unterbrochene Nächte, Alkoholkonsum, Fieber und Erkrankungen können die Messung beeinflussen. Diese Störfaktoren sollte man dokumentieren. Noch besser: zusätzlich mit Kondomen verhüten.

Pille und Kondome vor Sonne und Wärme schützen

Medikamente, darunter auch die Pille, und Kondome sollten gut geschützt transportiert werden. Pillen können ab 30 Grad ihre Wirkung verlieren, beim Verreisen sollten sie deshalb nicht im Auto oder in der direkten Sonne liegengelassen werden. Auch Kondome können durch Hitze beschädigt werden. 

Wenn der Zyklus durchdreht

Bei starker Hitze kann sich der Zyklus verschieben. Weil sich dann auch die Gefäße weiten, kann die Blutung außerdem stärker ausfallen. Durch starkes Schwitzen können sich Kreislaufbeschwerden und Regelschmerzen verstärken. Das ist erst mal kein Grund zur Sorge. 

Besonders wichtig allerdings: Ausreichend trinken und auf eine gute Versorgung mit Elektrolyten und Magnesium achten. Ungewöhnlich starke, langanhaltende oder sehr schmerzhafte Blutungen sollte man abklären lassen.

© dpa-infocom, dpa:260807-930-496410/1


Von dpa
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