Blätterteigtaschen gibt es in vielen Regionen der Welt, aber auf Malta und seiner kleinen Schwesterinsel Gozo sind sie ein Muss. Ob als Frühstück, Snack oder Energieschub - Pastizzi (das maltesische Wort für Teigtaschen) sind ein echter Streetfood-Kracher und werden in Pastizzerien gebacken. Klassischerweise sind sie mit Ricotta oder Erbsenpüree gefüllt.
„Der Teig ähnelt dem griechischen Filoteig, ist aber etwas knuspriger als deutscher Blätterteig“, beschreibt Eventkoch Yanick Schembri aus Birkirkara bei Valetta die Basis des Nationalgerichts. Zu einem Rezept der nationalen Ernährungsagentur „Malta Food“ gibt Schembri zusätzlich Tipps.
Um 20 Teilchen zu backen, benötigt man:
Für den Teig:
Für die Margarine-Mischung zum Bestreichen:
Wer sich an den Teig nicht herantraut, kann für das Pastizzi-Gefühl alternativ auch einfach Filo- oder Blätterteig fertig kaufen, so Yanick Schembri.
Ricotta-Grieß-Füllung:
Erbsenfüllung:
Das maltesische Ringbrot, Ftira, sprich „ffff-teer-ah, sieht auf den ersten Blick vielleicht aus wie ein ganz normales Fladenbrot. „Doch wenn man hineinbeißt, merkt man sofort den Unterschied: Es hat eine wunderbare knusprige Kruste“, sagt Yanick Schembri über das tellergroße Sauerteigbrot mit dem symbolischen Loch in der Mitte.
Auf der Hauptinsel hat Ftira eher etwas von einem Sandwich. Setzt man jedoch auf die 19 Kilometer entfernte Hauptinsel Gozo über, erinnert die dort erhältliche Ftira eher an eine Pizza.
Die Malta Food Agency gibt hier eine Anleitung für eine Ftira, die von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde:
Außerdem:
Ursprünglich galt die Ftira als Arme-Leute-Essen - doch der Belag gibt einem das Gefühl, den Jackpot geknackt zu haben, beschreibt die Tourismusbehörde den Snack. Traditionell wird er mit Kartoffelscheiben und einem kleinen würzigen Käse aus Schaf- und Ziegenmilch namens Gbejna belegt, aber auch Sardellen, Oliven, Thunfisch, maltesische Wurst oder salzige Kapern werden gerne hinzugefügt.
Yanick Schembri zählt allerlei weitere Zutaten auf, mit der die Ftira belegt werden kann: Zwiebelringe, gemischter Salat, Minze, Basilikum oder Bohnen. „Ganz typisch ist auch eine selbstgemachte Paste aus Tomatenmark, Oliven, Kapern, getrockneten Tomaten, Thymian und eingelegten Essigzwiebeln“, sagt Schembri.
Egal, wofür man sich entscheidet, ein Ftira-Belag sollte immer etwas salzig, säuerlich und herzhaft sein, aber nicht zu scharf, fasst der Eventkoch zusammen.
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