Bei der Generalversammlung der Genossenschaft „Theater Ansbach – Kultur am Schloss” gab Vorstandsvorsitzender Heribert Schmidt bekannt, dass Axel Krauße eine andere Stelle annehmen und daher das Haus zum 31. August 2025 verlassen wird. Als Grund nannte er die Schließung des großen Saals. Die angestrebten Umbaumaßnahmen, die durch Brandschutzmängel angestoßen worden sind, dauern womöglich mehrere Jahre.
Kraußes Vertrag läuft noch bis 2028. „Wir entlassen ihn selbstverständlich aus seinem Vertrag”, sagte Schmidt. „Alles andere wäre unanständig. Seine Zukunft hier ist nämlich mehr als ungewiss, und er könnte nach Ablauf seines Vertrages mit leeren Händen dastehen.” Außerdem könne er sich finanziell erheblich verbessern.
Axel Krauße fiel der Entschluss nicht leicht, wie er der FLZ gegenüber nach der Generalversammlung sagte. Er sei angesprochen worden, sich für die neue Theaterleitung zu bewerben, was er nach längerem Überlegen getan habe. Wohin er wechselt, wollte er noch nicht sagen. Der Vertrag müsse erst unterschrieben werden.
Als Grund für seine Entscheidung nannte der Ansbacher Intendant die fehlende Zukunftsperspektive und das fehlende eindeutige Bekenntnis der Stadt Ansbach, weiterhin ein Ensembletheater unterstützen zu wollen. Bereits 2022 hatte Kämmerer Christian Jakobs den Vorschlag gemacht, mittelfristig ein Bespieltheater zu etablieren, was ein Aus für ein Haus mit einem eigenen Schauspielensemble bedeutet. Angeboten würden dann Gastspielproduktionen.
Vorstandsvorsitzender Heribert Schmidt empfahl bei der Generalversammlung, nicht nach einer neuen Theaterleitung zu suchen, solange der große Saal unbenutzbar ist. Das würde bedeuten, dass ab der nächsten Saison zwar Schauspieler am Haus arbeiten, aber kein Intendant. Pläne, wie das Vakuum zu füllen ist, gibt es bisher nicht. Dass Axel Krauße geht, habe man erst letzte Woche erfahren, so Nadine Maurer, die zweite Vorsitzende des Genossenschaftsvorstands.