Beim Miniaturmodell-Hersteller Herpa in Dietenhofen gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung.
Zum 1. September ist Johannes Kraus in die Geschäftsführung der Herpa Miniaturmodelle GmbH berufen worden, teilte das Unternehmen mit. Der 41-jährige Betriebswirt sei seit 24 Jahren im Unternehmen und mit den Abläufen und Strukturen „bestens vertraut“.
Kraus verfüge über „umfassende Erfahrung und Expertise, insbesondere im Bereich Technik und Produktion, den er seit vielen Jahren erfolgreich betreut“, schreibt die Herpa-Pressestelle weiter. In früheren Stationen seiner Laufbahn habe er zudem Kenntnisse in den Bereichen Arbeitsvorbereitung, Vertrieb und Auftragsbearbeitung gesammelt.
Nach einer Übergangszeit als gemeinsame Geschäftsführung wird Dipl.-Ing. Hermann Prinz zu Leiningen zum 1. Januar 2025 die Geschäftsführung verlassen und als Gesellschafter die Nachfolge seines Vater Fürst Andreas zu Leiningen antreten. Der Wirtschaftsingenieur werde zudem weitere unternehmerische Verantwortung im Familienunternehmen übernehmen.
Johannes Kraus plant laut der Mitteilung, Herpa durch effektive Produktionsmethoden, angepasste Vertriebsstrukturen und die Erschließung neuer Absatzmärkte wettbewerbsfähig aufzustellen, während gleichzeitig ökologische und ökonomische Ziele in Einklang gebracht werden. Im Rahmen dieser Strategie soll die Marke von Herpa, die seit 75 Jahren besteht, gestärkt und im Wettbewerbsumfeld gefestigt werden.
Die Gesellschafter Andreas Fürst zu Leiningen und Albrecht Hammel seien überzeugt, dass das Unternehmen mit diesen Maßnahmen zukunftssicher und erfolgreich aufgestellt ist.
Im Juli hatte das Unternehmen darüber informiert, dass wegen sinkender Umsätze und Marktveränderungen knapp 40 der 160 Arbeitsplätze in Dietenhofen nach Ungarn verlagert werden. Herpa stellt originalgetreue Pkw, Lkw und Flugzeugmodelle als Sammlerstücke und Werbeprodukte her.
Das Unternehmen wurde 1949 von Wilhelm Hergenröther gegründet. Am Stammsitz in Dietenhofen und im Werk in Ungarn sind rund 200 Mitarbeiter tätig.