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Veröffentlicht am 13.07.2026 16:12

Verstopfung auf den Autobahnen - gibt es ein Durchkommen?

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) rechnen die Verkehrsclubs mit einem nächsten Stauhöhepunkt auf den Autobahnen. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) rechnen die Verkehrsclubs mit einem nächsten Stauhöhepunkt auf den Autobahnen. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) rechnen die Verkehrsclubs mit einem nächsten Stauhöhepunkt auf den Autobahnen. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)

Am kommenden Wochenende (17. bis 19. Juli) sieht der Auto Club Europa (ACE) die bislang „größte Reisewelle der Sommersaison“ auf die Fernstraßen rollen. Denn mit Nordrhein-Westfalen (NRW) startet nun auch das bevölkerungsreichste Bundesland in die Sommerferien. Das sorge für „verstopfte Autobahnen“. Auch der ADAC schätzt die Lage so ein und erwartet einen „nächsten Höhepunkt“. 

Wie in den Vorwochen dürften sich daher vor allem wieder füllen: die Routen in Richtung Süden, die Strecken weiter in die Alpen und ans Mittelmeer, die Wege an die Küsten von Nord- und Ostsee und auch die Heimreisespuren.

Vor allem am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag ist mit langen Staus zu rechnen. Und gerade auch bei schönem Wetter dürften zudem viele Tagesausflügler oder Kurzentschlossene für Trubel sorgen - auch auf dem untergeordneten Straßennetz in die Naherholungsgebiete. 

Auch regionale Events können die Geduld strapazieren

Außerdem nennt der ADAC zahlreiche regionale Großveranstaltungen, die durchaus „erhebliche Verkehrsbehinderungen“ mit sich bringen können. Beispiele: die Rheinkirmes in Düsseldorf, das Parookaville Festival in Weeze, das Deichbrand Festival bei Cuxhaven oder der Großen Preis von Belgien (Formel-1-Rennen) in Spa-Francorchamps.

Gebremst wird der Verkehr vielerorts durch zahlreiche Dauerbaustellen - der Münchner Club zählt derzeit über 1.000 davon. Dazu könnten auch noch kurzfristige Baustellen kommen. 

Die Tage in der Übersicht

  • Freitag: Schon ab dem frühen Mittag erwartet der ACE einen „drastischen Anstieg“ des Verkehrs. Vor allem Reisende aus NRW gesellen sich dann zum normalen Berufs- und Wochenend-Pendelverkehr. Das gilt vor allem für die Großräume Rhein und Ruhr sowie die Routen zu den Küsten und in den Süden. Mit der höchsten Staugefahr rechnet der ACE für den Zeitraum zwischen 13.00 und 17.00 Uhr. Aber auch bis in den späten Abendstunden sei noch mit erheblichen Verzögerungen und langen Staus zu rechnen.  
  • Samstag: Vor allem im Westen und in der Mitte der Republik füllen sich die klassischen Routen schnell - und nachhaltig. Zwischen etwa 8.00 und 16.00 Uhr steht die Stauampel des ACE vor allem auf Rot. Baustellenbereiche würden zu „extremen Geduldsproben“. Für etwas Entlastung sorgen kann das Sommerreise-Fahrverbot für schwere Lastwagen an allen Samstagen vom 1. Juli bis einschließlich 31. August eines Jahres (von 7.00 Uhr bis 20.00 Uhr). Am Sonntag gilt es ohnehin ganzjährig von 0.00 bis 22.00 Uhr für Lkw über 7,5 Tonnen.  
  • Sonntag: Voll kann es zwar auch am Sonntag werden, doch bis etwa 09.00 Uhr erwartet der ACE nur eine niedrige Staugefahr. Danach nimmt der Verkehr „wieder merklich“ zu. Ab Nachmittag ist speziell auf den Heimreiserouten mit Verzögerungen zu rechnen.Auch mit dem bereits angesprochenen Ausflugsverkehr auf den Strecken rund um touristische Ziele muss nun noch stärker gerechnet werden. Es wird insgesamt eine mittlere Staugefahr erwartet, die bis in den Abend anhält.Für den ADAC zählt der Sonntagnachmittag neben Freitagnachmittag und Samstagvormittag zu den Phasen mit den meisten Staus.

An diesen Tagen reist es sich erheblich entspannter

Zwar kann nicht jeder den Starttermin seiner Reise frei gestalten. Doch wer dabei flexibel ist, sollte besser unter der Woche am Montag, Dienstag oder Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs aufbrechen.

Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Reisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht.

Wer unbedingt am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder überlegen, in der Nacht zu fahren. Das allerdings erfordert noch mehr Konzentration, richtige Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen. Vom Wochenende ist der Sonntag noch der beste Reisetag - mit den erst am Mittag zu erwartenden StaugefahrenDer ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München, dazu auf den Fernstraßen und Nebenstrecken zur Nord- und Ostsee sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Auch der Reiseverkehr im Ausland wird immer stärker. Die Blechlawine kann quälend langsam werden oder gar stillstehen - lange. Das gilt auch für Österreich, wo vor allem die Transitstrecken aus nördlicher und nordöstlicher Richtung stark belastet sind.

Als Hauptverkehrszeiten nennt der ACE den Freitagnachmittag - speziell in den Ballungsräumen - sowie den Samstag ab den Morgenstunden bis in den späten Nachmittag. Am Sonntag herrsche ab Mittag Rückreiseverkehr.

Auch hier machen zudem einige Baustellen den Reisenden das Leben weiterhin schwer. Das gilt etwa für die zur Generalsanierung der Luegbrücke (A 13) kurz vor dem Brennerpass sogar für die kommenden Jahre.

Besonders belastet in Österreich sind laut ACE und ADAC:

  • A 1: West-Autobahn 
  • A2 / E 59/60 Südautobahn – Wien – Graz – Klagenfurt 
  • A 4 / E 60: Ost-Autobahn
  • A 9 / E 57: Pyhrn-Autobahn Graz - Spielfeld
  • A 10 / E 55: Tauern-Autobahn Salzburg - Villach
  • A 11 / E 61: Karawanken-Autobahn Villach - Slowenien
  • A 12 / E 60: Inntal-Autobahn Kufstein - Innsbruck
  • A 13 / E 45: Brenner-Autobahn Innsbruck - Brenner
  • A 14 / E 43: Rheintal-Autobahn Staatsgrenze Deutschland - Feldkirch
  • B 179: Fernpass: Füssen - Reutte - Nassereith
  • B 197: Arlberg-Bundesstraße

Zudem weisen die Clubs auf Restriktionen auf den Ausweichstrecken in Tirol hin. So gelten laut ADAC hier seit 1. Mai generell Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntalautobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Webseite der Asfinag ansehen.

Auch die Schweizer Autobahnen füllen sich zunehmend

Auch in der Schweiz verstärkt sich der Transitverkehr vor allem in südlicher Richtung, so die Autoclubs. Neben den Hauptachsen wie etwa der A 1 (Bern – Zürich – St. Gallen) oder der A 3 (Basel – Zürich – Chur) ist hier die Gotthardroute (A 2) speziell gefährdet. Dort sind laut ACE lange Staus mit zuweilen „erheblichen Wartezeiten“ vor dem Tunnel möglich - und das bereits ab Freitagnachmittag.

Ab einer Stunde Wartezeit vor dem Gotthardtunnel kommt dem ACE zufolge ein Ausweichen über die San-Bernardino-Route (A 13) infrage. Letztere dürfte allerdings auch stark befahren sein.

© dpa-infocom, dpa:260713-930-378730/1


Von dpa
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