Vielfliegerin Luisa Geiselsöder will mit dem DBB-Team bei der EM abheben | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 17.06.2025 17:00

Vielfliegerin Luisa Geiselsöder will mit dem DBB-Team bei der EM abheben

Luisa Geiselsöder (hier im Länderspiel gegen Griechenland) lässt die deutsche Nationalmannschaft nicht im Stich. (Foto: DBB/Demirel)
Luisa Geiselsöder (hier im Länderspiel gegen Griechenland) lässt die deutsche Nationalmannschaft nicht im Stich. (Foto: DBB/Demirel)
Luisa Geiselsöder (hier im Länderspiel gegen Griechenland) lässt die deutsche Nationalmannschaft nicht im Stich. (Foto: DBB/Demirel)

Das Sammeln von Flugmeilen würde sich derzeit für Luisa Geiselsöder extrem lohnen. Im Mai rüber in die USA zu ihrem neuen Basketball-Profiteam Dallas Wings – am 15. Juni ging es wieder zurück nach Deutschland und nach der Europameisterschaft (mit Weiterreise nach Piräus) wird sie schon wieder im Flieger sitzen, um nach Dallas zurückzukehren.

Für den Deutschen Basketball-Bund (DBB) sind dies gute Nachrichten. Luisa Geiselsöder lässt es sich trotz ihres Wechsels in die WNBA nicht nehmen, an der Europameisterschaft der Frauen teilzunehmen. Die Burgoberbacherin, die bereits 43 Länderspiele absolviert hat, will dabei sein, um das stark dezimierte deutsche Team bei der EM zu unterstützen. Zumal alle Vorrundenspiele der DBB-Auswahl in Hamburg ausgetragen werden (19. bis 22. Juni).

Weitere EM-Ausrichter sind Italien, Tschechien und Griechenland. In Piräus wird letztendlich auch die Endrunde samt Platzierungsspiele und Finale ausgetragen (24. bis 29. Juni). Das erste EM-Spiel für die deutschen Frauen gegen Schweden beginnt am Donnerstag, 19. Juni, um 20 Uhr.

Wichtige Spielerinnen sind nicht dabei

Bundestrainerin Lisa Thomaidis ist nach einer schwachen Performance ihres Teams bei den letzten Testspielen zur EM-Vorbereitung einigermaßen erleichtert, dass die WNBA-Spielerinnen Leonie Fiebich (New York Liberty) und Luisa Geiselsöder kurzfristig noch zur Mannschaft gestoßen sind. Die Ausfälle wichtiger Leistungsträgerinnen sind eine schwere Hypothek für das DBB-Team. Kapitänin Marie Gülich zog sich einen Kreuzbandriss zu. Die Schwestern Satou (Phoenix Mercury) und Nyara Sabally (New York Liberty) wollen sich auf die Saison in der weltweit besten Frauen-Basketball-Liga konzentrieren.

Leicht gefallen ist Geiselsöder der vorübergehende Abschied von den Dallas Wings nicht. „Es ist nicht einfach, mein Team hier im Stich zu lassen“, äußerte sich die 25-Jährige gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Die Qualitäten der 1,92 Meter großen Centerin könnte das Franchise aus Dallas gut gebrauchen. Das Team des neuen Trainers Chris Koclanes hat mit nur einem Sieg bei zehn Niederlagen die schlechteste Bilanz in seiner Geschichte hingelegt.

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Neuen persönlichen Rekord in der WNBA aufgestellt

Besserung ist langsam in Sicht. Am vergangenen Samstag lagen die Wings gegen die Las Vegas Aces lange Zeit vorne, brachen im Schlussviertel aber wieder ein und verloren noch mit 84:88. Geiselsöder wirkte da noch mit, stellte mit 13 Punkten einen neuen persönlichen Rekord in der WNBA auf, konnte sich darüber aber nicht wirklich freuen.

Dennoch: Es ist erstaunlich, wie schnell die Mittelfränkin in dieser hochprofessionellen Liga Fuß gefasst hat. Ihre Statistikwerte sprechen für sich: In den vergangenen fünf Spielen kam sie auf durchschnittlich 28,8 Minuten Einsatzzeit, 9 Punkte, 4,8 Rebounds, 2,2 Assists und 1,4 Blocks. Auch ihr Trainer Koclanes schwärmt von seinem Rookie (Neuling) und lobt neben dem grundlegenden Basketball-Verständnis von Geiselsöder deren Vielseitigkeit.

Die deutschen Gruppengegner sind Schweden, Spanien und Großbritannien

Diese Qualitäten sind nun auch in der deutschen Nationalmannschaft gefragt. Die DBB-Auswahl spielt bei der EM in der Gruppe D. Nach dem Auftaktspiel gegen Schweden (Donnerstag, 19. Juni, 20 Uhr), heißen die weiteren Gruppengegner Spanien (Freitag, 20. Juni, 20 Uhr) und Großbritannien (Sonntag, 22. Juni, 18 Uhr). Auf dem Weg zum Viertelfinale (die jeweils zwei erstplatzierten Teams der vier Gruppen qualifizieren sich dafür) dürfte Spanien die größte sportliche Hürde sein. Die Korbjägerinnen von der iberischen Halbinsel belegen im europäischen Ranking hinter Belgien und Frankreich den dritten Platz. Die deutschen Basketballerinnen sind auf Rang sechs zu finden.

Die Teams der Gruppe A (Griechenland, Türkei, Frankreich, Schweiz) spielen in Piräus, die der Gruppe B (Slowenien, Serbien, Italien, Litauen) in Bologna und die der Gruppe C (Belgien, Tschechien, Montenegro, Portugal) in Brünn.

Das EM-Endspiel findet am 29. Juni in Piräus statt

Ab dem Viertelfinale (24. und 25. Juni) findet die EM ausschließlich in Piräus statt. Die Halbfinals stehen am Freitag, 27. Juni, auf dem Programm, das Finale ist für Sonntag, 29. Juni, um 19.30 Uhr terminiert.

Die körperliche Belastung ist gerade für Luisa Geiselsöder enorm hoch. Sie konnte die Saisonvorbereitung mit Dallas nicht mitmachen, weil sie noch in der Finalserie in Frankreich gefordert war. Die schloss sie mit ihrem Ex-Team Landes als französische Meisterin ab. Sie weiß noch, wie sich Siege anfühlen.

DBB-Kader für die EM:
Alexis Peterson (Point Guard, Verein ESB Villeneuve d’Ascq), Alexandra Wilke (Guard, Rutronik Stars Keltern), Hilke Feldrappe (Small Forward, Columbia University), Jennifer Crowder (Point Guard, Limonta Sport Costa Masagna), Emma Eichmeyer (Forward, Saarlouis Royals), Leonie Fiebich (Small Forward, New York Liberty), Luisa Geiselsöder (Center, Dallas Wings), Frieda Bühner (Forward, Movistar Estudiantes), Emily Bessoir (Small Forward, Lointek Gernika Bizkaia), Clara Bielefeld (Guard, Texas Christian University), Romy Bär (Forward, SYNTAINICS MBS), Jessika Schiffer (Guard, Saarlouis Royals).

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