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Veröffentlicht am 10.09.2026 04:03, aktualisiert am 10.09.2026 15:14

Was sich in Bayern beim bundesweiten Warntag geändert hat

Um 11.00 Uhr wurden Millionen Telefone in Bayern laut - der Warntag hat nach ersten Erkenntnissen gut funktioniert.  (Foto: Jens Büttner/dpa)
Um 11.00 Uhr wurden Millionen Telefone in Bayern laut - der Warntag hat nach ersten Erkenntnissen gut funktioniert. (Foto: Jens Büttner/dpa)
Um 11.00 Uhr wurden Millionen Telefone in Bayern laut - der Warntag hat nach ersten Erkenntnissen gut funktioniert. (Foto: Jens Büttner/dpa)

Beim bundesweiten Warntag in Bayern gab es laut Innenminister Joachim Herrmann keine Probleme. „Nach einem ersten Überblick ist der Warntag bei uns in Bayern sehr erfolgreich verlaufen und wir konnten die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmitteln schnell und zuverlässig erreichen“, sagte der CSU-Politiker in München. Die bundesweit zentral ausgelöste Warnung über Cell Broadcast und das Modulare Warnsystem seien erfolgreich an die Mobiltelefone im Freistaat übermittelt worden. 

Kein Vergleich zur Premiere vor sechs Jahren

„Auch die Sirenenwarnung in den teilnehmenden Kommunen hat insgesamt sehr gut funktioniert“, betonte Herrmann. Lediglich vereinzelt sei es zu einer leichten Verzögerung bei der Warnung über die Warn-Apps gekommen. Neben der Warnung ab 11.00 Uhr sei auch die Entwarnung ab 11.45 Uhr über Cell Broadcast, die Warn-Apps und digital ansteuerbare Sirenen im Freistaat „insgesamt störungsfrei“ verlaufen. Der erste bundesweite Warntag im Jahr 2020 hatte noch deutliche Lücken bei der Alarmierung offenbart. 

Der Mix aus digitalen und analogen Warnmöglichkeiten sei für den Ernstfall unabdingbar, so Herrmann weiter. „Es ist daher wichtig, dass wir die Funktionsfähigkeit unserer verschiedenen Warnmittel regelmäßig im Rahmen der bundesweiten Warntage und der landesweiten Probealarme testen und die Bevölkerung für die Warnmöglichkeiten sensibilisieren.“ Die konkreten Ergebnisse des Warntags werden vom Landesamt für Bevölkerungsschutz nun detailliert ausgewertet und anschließend dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gemeldet. 

Herrmann sieht den Freistaat beim Bevölkerungs- und Katastrophenschutz gut aufgestellt, ein Grund dafür seien die kräftigen Investitionen in den Katastrophenschutz: „Allein im Doppelhaushalt 2024/2025 haben wir die Mittel für den Katastrophenschutz auf jeweils über 45 Millionen Euro angehoben. Dieses hohe Niveau setzen wir auch im Doppelhaushalt 2026/2027 fort.“

Ausbau der Sirenen bleibt große Herausforderung in Bayern

Wie in der Vergangenheit macht Herrmann aber der Ausbau der Sireneninfrastruktur noch immer Sorgen, hier gebe es weiter einen großen Investitionsbedarf, für den es gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen brauche. „Wir verfügen inzwischen über mehr als 11.000 Sirenen im Freistaat. Damit haben wir bereits einiges erreicht, sind aber noch nicht am Ziel. Sirenen als klassisches Warnmittel sind unabdingbar bei der Warnung der Bevölkerung, vor allem aufgrund ihres Weckeffekts etwa in den Nachtstunden oder auch bei einem Stromausfall“, sagte er.

© dpa-infocom, dpa:260910-930-661583/2


Von dpa
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