Bricht im Wald ein Feuer aus, wie derzeit in Nordrhein-Westfalen, muss es schnell gehen. Denn je nach Windrichtung und Trockenheit kann der Brand schnell an Boden gewinnen, warnt das Thünen-Institut für Waldökosysteme. Das ist bei Sichtung eines Waldbrandes zu tun:
Sehen Sie offenes Feuer, glühendes oder schwelendes Material oder Rauch, rufen Sie die 112. Beschreiben Sie die Örtlichkeit möglichst genau: Brandort, Brandgeschehen (Brennen Bodenvegetation oder Baumkronen?) und sind Personen, Häuser und andere Einrichtungen in Gefahr?
Dann sollten Sie sich an einen Rettungspunkt begeben, dort können Sie, falls die Sicherheitslage das zulässt, Einsatzkräfte weiter einweisen. Wichtig: Begeben Sie sich nicht selbst in Gefahr und entfernen Sie sich von der Brandstelle.
Rettungspunkte sind Sammelorte - zu erkennen an Schildern (weißer Punkt auf grünem Hintergrund) im Eingangsbereich von Wäldern. Sie erleichtern bei Unfällen oder Bränden die Angabe des Standortes. Ärzte oder Feuerwehr finden so schneller Verletzte beziehungsweise den Ort des Geschehens.
Wo sich der nächste Punkt befindet, lässt sich am besten über die kostenlose App „Hilfe im Wald“ (für Android und iOS) bestimmen. Die mehr als 50.000 Rettungspunkte sind dort über GPS verzeichnet.
Falls Sie den nächsten Rettungspunkt nicht ermitteln können, beschreiben Sie Ihren Aufenthaltsort am Telefon möglichst genau und erwähnen Sie markante Dinge in der Umgebung - wie eine Hütte, einen Felsen oder einen Berg, rät der Malteser Katastrophenschutz.
Wer in der Nähe eines Waldes wohnt oder auch bei starker Trockenheit darin unterwegs ist, sollte die Waldbrandlage im Blick behalten. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht auf seiner Webseite tagesaktuell den sogenannten Waldbrandgefahrenindex.
Dort wird auf einer Karte angegeben, wie hoch aus meteorologischer Sicht die Waldbrandgefahr in den einzelnen Regionen Deutschlands ist. Die Gefahrenhöhe ist in fünf Stufen eingeteilt. Stufe 5 bedeutet sehr hohe Gefahr.
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