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Veröffentlicht am 20.08.2026 17:43

Wenn Katzen den Wassernapf links liegen lassen

Kleine Pfütze, großes Risiko: Untersetzer-Wasser oder anderes stehendes Wasser kann Stoffe enthalten, die Katzen nicht vertragen.  (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Kleine Pfütze, großes Risiko: Untersetzer-Wasser oder anderes stehendes Wasser kann Stoffe enthalten, die Katzen nicht vertragen. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)
Kleine Pfütze, großes Risiko: Untersetzer-Wasser oder anderes stehendes Wasser kann Stoffe enthalten, die Katzen nicht vertragen. (Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn)

Katzen gelten als echte Trinkmuffel. Der eigene, frisch gefüllte Wassernapf? Langweilig. Viel interessanter ist dagegen das Wasser im Untersetzer von Blumentöpfen – und genau das kann gefährlich werden.

„Katzen trinken gerne aus allem, was nicht ihr eigener Wassernapf ist“, so Tierärztin Tina Hölscher von Aktion Tier. Doch beim Wasser aus dem Blumenuntersetzer ist Vorsicht geboten, wenn die Pflanze etwa zuvor gedüngt wurde. Ein Großteil des Düngers landet nämlich im Blumenwasser, das sich im Untersetzer sammelt.

Nimmt die Katze Düngemittel beim Trinken auf, kann dies zu einer ernsthaften Vergiftung führen. Eine Vergiftung kann sich zunächst durch Speicheln und Erbrechen äußern. Später kommen Störungen der Bewegungsabläufe und Krampfanfälle dazu. Spätestens dann ist ein sofortiger Tierarztbesuch notwendig.

Zimmerpflanzen sollten grundsätzlich in Übertöpfen mit einem hohen Rand stehen, damit die Katze nicht an das Gießwasser gelangen kann. Denn auch bei ungedüngten Pflanzen lässt sich nicht ausschließen, dass sie Stoffe abgeben, die für Katzen unverträglich sein können.

Flüssigkeit ist auch für Katzen wichtig

Wer seine Katze zum Trinken animieren möchte, kann laut dem Zentralverband der Heimtierbranche (ZZF) auf frisches, fließendes Wasser setzen. Ein Trinkbrunnen kann das Wasser für die Tiere interessanter machen. Es hilft auch, mehrere Wassernäpfe in der Wohnung zu verteilen und das Wasser regelmäßig zu wechseln.

Auch über das Futter lässt sich die Flüssigkeitsaufnahme der Katze erhöhen. Nicht nur, indem man häufiger Nassfutter anbietet, sondern auch mit Trocken- oder gefriergetrocknetem Futter, das vor dem Füttern mit warmem Wasser angerührt wird.

Katzensuppen und funktionelle Getränke liegen im Trend. Je nach Produkt enthalten sie etwa Taurin, Präbiotika, Kollagen oder Elektrolyte. Sie sind vor allem dafür gedacht, zusätzlich Flüssigkeit zu liefern, und nicht als Ersatz für eine vollständige Mahlzeit.

© dpa-infocom, dpa:260820-930-559528/1


Von dpa
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