Sein Plan für dieses Jahr ging bisher perfekt auf: Florian Bremm aus Colmberg wurde nun offiziell vom Deutschen Leichtathletik-Verband für die Weltmeisterschaft in Tokio nominiert.
„Das ist der Höhepunkt meiner Laufbahn bisher, ich freue mich riesig”, sagt der 25-Jährige, der zwar schon mehrmals an Europameisterschaften teilgenommen hat, an einer WM allerdings noch nie. Ein außergewöhnlicher Erfolg.
Den Platz im aktuell 76 Athletinnen und Athleten zählenden Aufgebot sicherte sich der mehrfache Deutsche Meister durch eine gute Platzierung in der Weltrangliste. Neben Bremm wird über die 5000 Meter im Nationalstadion für Deutschland sein Dauerrivale Mohamed Abdilaahi (Cologne Athletics) starten.
Die letzten Wochen verbrachte Bremm im Höhentrainingslager in St. Moritz, gemeinsam mit Vereinskollege Niklas Buchholz vom LSC Höchstadt/Aisch. Der ehemalige Volleyballer des TSV Dinkelsbühl hat sich über die 3000 Meter Hindernis für Tokio qualifiziert.
In der Schweiz versuchten die WM-Fahrer auch, sich auf das Klima in Japan (Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit) vorzubereiten, etwa indem sie mit warmer Kleidung auf dem Laufband trainierten.
Nach ein paar Tagen in der Heimat geht es für Bremm Anfang September zunächst nach Miyazaki. In der am Meer gelegenen Stadt ganz im Süden von Japan schlägt der DLV sein Precamp auf, in dem sich die Sportler an die Zeitzone und die klimatischen Bedingungen gewöhnen sollen.
Am 19. September stehen die Vorläufe über 5000 Meter an. „Mein Ziel ist, in Tokio nicht nur ein Rennen zu bestreiten”, sagt Bremm. Das Finale folgt am 21. September. Ganz erfüllt ist der Plan für 2025 erst, wenn ihm gelingt, die beste Leistung des Jahres beim Jahreshöhepunkt abzurufen. Bisher gilt, in mehrfacher Hinsicht: „Es ist perfekt gelaufen”.