Kinder genießen die Pracht von Pflanzen manchmal anders als Erwachsene. Und zwar, indem sie die Gewächse anfassen - und sich gerne mal einen abgepflückten Teil davon in den Mund schieben.
In den meisten Fällen ist das Verschlucken von Pflanzenteilen zwar harmlos, wie es von der Aktion Das Sichere Haus (DSH) heißt. Aber eben nicht immer. Denn in so mancher beliebten Garten- oder Zimmerpflanze stecken giftige Bestandteile, die mehr oder weniger starke Beschwerden hervorrufen können. Kleine Kinder sind dabei aufgrund ihres geringen Körpergewichts besonders gefährdet.
Drei Beispiele für beliebte Zimmerpflanzen, die giftige Stoffe enthalten:
Auch im Garten können sich für Kinder giftige Pflanzen befinden. Etwa die bei Kindern durchaus beliebten „Knallerbsen“, die sich von der Schneebeere abpflücken lassen. Die weißen Beeren sind laut der Aktion DSH zwar nur schwach giftig, können bei Verzehr aber dennoch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auslösen. Vernascht das Kind größere Mengen, kann es verwirrt wirken.
Auch der Gemeine Efeu kann zu Magen-Darm-Beschwerden führen, wenn das Kind Teile davon verputzt.
Und dann gibt es noch die Pflanzen, die so giftig sind, dass ein Verzehr - auch für Erwachsene - schnell lebensgefährlich wird: der Blaue Eisenhut oder die Engelstrompete. So schön beide auch aussehen: Sind neugierige Kinder im Garten unterwegs, sollten sie dort auf keinen Fall wachsen.
Sollen neue Pflanzen in die Wohnung oder in den Garten einziehen, prüfen Eltern am besten, ob sie für Kinder giftig sind. Die Aktion DSH bietet online eine Giftpflanzendatenbank an - und auch eine Positivliste mit Pflanzen, die Eltern sich ruhigen Gewissens im Garten pflanzen können. Dazu zählen Rosen, Lavendel und Margeriten.
Das Kind hat von einer Pflanze mit giftigen Bestandteilen genascht? Dann gilt für Eltern: Einmal tief durchatmen, Ruhe bewahren - und dann eventuell vorhandene Pflanzenreste aus dem Mund des Kindes angeln. Eltern können ihrem Kind nun ein oder zwei Gläser Wasser oder Tee zu trinken geben, wie das BfR rät. Die schädlichen Stoffe im Körper des Kindes werden dadurch verdünnt.
Für eine Risikoeinschätzung und um das weitere Vorgehen zu besprechen, rufen Eltern nun am besten beim zuständigen Giftinformationszentrum an. Eine Übersicht über Giftnotrufe ist online zu finden.
Am besten haben Eltern beim Anruf Antworten auf folgende Fragen parat, die das BfR aufzählt:
Zeigt das Kind starke Vergiftungssymptome wie Bewusstlosigkeit oder Atemnot, ist das ein Fall für den Notruf 112.
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