Auf großen Zuspruch aus den rund 60 Mitgliedsvereinen stieß der alljährliche Höhepunkt im Schützengau Ansbach. Rund 300 Gäste kamen im Jubiläumsjahr zum Schützenball mit Ehrungen in den Ansbacher Onoldia-Saal.
Ehrengast war in diesem Jahr der Präsident des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB) und Landesschützenmeister Christian Kühn. Der Landesschützenmeister gratulierte im Namen aller bayerischen Schützinnen und Schützen dem Schützengau Ansbach zu seinem 100-jährigen Bestehen. Der mittelfränkische Schützengau sei seit vielen Jahren ein „richtiges Schwergewicht“ im bayerischen Schützenwesen.
Das sportliche Leben sei von vielen Veranstaltungen geprägt. Neben den Rundenwettkämpfen würden auch das Seniorenschießen gefördert sowie neue Sportarten wie das Blasrohr- und das Bogenschießen. Aushängeschild sei zudem der Leistungsverein SSG (Sportschützengesellschaft) Ansbach mit seinem Trainingsangebot vor allem für den Nachwuchs.
Kühn hob auch das gemeinsam mit den Nachbargauen Hesselberg und Weißenburg erstellte Aus- und Weiterbildungsangebot hervor. Ebenso lobte er die erfolgreiche Sportförderung, die gelebte Inklusion und Integration, immer verbunden mit der Pflege der Schützentraditionen. In zahlreichen Gemeinden seien die Schützenvereine zudem der soziale Mittelpunkt, so Christian Kühn.
Lobenswert sei auch der hohe Jugendanteil im Schützengau Ansbach. In Zeiten steigender Kritik am Schießsport appellierte der Landesschützenmeister an die Politik, ein „Waffenrecht mit Augenmaß“ zu betreiben. Dass Schützenvereine mit ihren Indoor-Schießanlagen letztlich doch vom EU-Bleiverbot ausgenommen wurden, sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. An die Schützinnen und Schützen appellierte Kühn, sie sollten bei aufkommendem Gegenwind das offene Gespräch und die Diskussion mit den Kritikern suchen und die vielen Vorzüge „unseres schönen Sportes“ aufzeigen.
Zum 100-jährigen Jubiläum überreichte der BSSB-Präsident an den Präsidenten des Schützengaues Ansbach, Matthias Albrecht, eine Jubiläumsscheibe. Vom Ehrengauschützenmeister des Schützengaues Nürnberg – seit dem Jahre 2000 der Patengau der Ansbacher – Fritz Friedrich gab es als Jubiläumspräsent ein Fahnenband für die Gaufahne. Weitere Glückwünsche gab es vom Vertreter des Landkreises Ansbach, dem stellvertretenden Landrat Stefan Horndasch und der Vertreterin der Stadt Ansbach, der 1. Bürgermeisterin Elke Homm-Vogel.
Zum weiteren Programm des Abends gehörte der festliche Einmarsch der drei Gauschützenkönige zusammen mit zahlreichen Vereinskönigen, gefolgt vom Eröffnungswalzer. Der Vizepräsident des Schützengaues, Michael Alban, trug eine Kurzchronik des erstmals 1923 gegründeten Schützengaues vor, begleitet auf der Leinwand von Bildern zurückliegender Gauschützenfeste. Bei einer Tombola gab es viele gespendete Sachpreise zu gewinnen. Aus den Einnahmen wurden über 1200 Euro an zehn der anwesenden Vereine für deren Jugendarbeit verlost.